Too big to fail.
Dienstag, 31.01.2006
“Nichts für Spießer - nur für Genießer!” Die erste Folge der neuen Reihe mit alten Kinoanzeigen aus der Mottenkiste.
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Dienstag, 31.01.2006
Jetzt hat auch Chewbacca ein Blog. Wenn das so weiter geht…
(via Nerdcore)
Montag, 30.01.2006
Man kennt sie aus jeder größeren Tageszeitung: einmal die Woche gibt es Anzeigen für Kinofilme, meist beworben mit kurzen Pressezitaten und ergänzt mit den Vorstellungsterminen in den lokalen Kinos. Das Tolle ist: diese Anzeigen gibt es schon seit vielen Jahrzehnten. Beim Wühlen in alten Zeitungen kann man eine Menge alte Kinoanzeigen finden.
Deshalb ab morgen in diesem Theater:

Werbung für Kinofilme von früher, von nostalgisch über trashig bis unfreiwillig komisch. Einmal pro Woche, jeweils Dienstags. Wir beginnen mit Anzeigen vom Februar 1956, dann folgt Februar 1966, Februar 1976 usw.
Sonntag, 29.01.2006
Stricken ist ja zur Zeit wieder furchtbar angesagt. Kürzlich bin ich über dieses Buch gestolpert:

Süüüß. Leider steht da nicht, drin, wie man so was strickt:

(via Anke Gröner)
Samstag, 28.01.2006
Ab Mittwoch abend zeigt RTL II die neue Battlestar Galactica-Serie. Ich habe mich noch nicht besonders informiert, habe aber sowohl Gutes als auch Schlechtes gehört. Frage an die Leserschaft: Soll ich meinen Rekorder programmieren? Lohnt sich die Serie, wenn man wie ich zwar am SF-Genre interessiert, aber kein echter Fan ist und weder die Original-Serie aus den 70ern noch aktuellere TV-Epen wie Babylon 5, Farscape oder Stargate kennt?
Freitag, 27.01.2006
Gestern abend im Münchner Zenith: Dave Grohl und seine Foo Fighters. Ich mach’s kurz: eine sehr professionelle und routinierte All-American-Rock’n'Roll-Show mit fetter Licht- und Lasershow, Videowänden und bewährten Zutaten aus der Klamottenkiste des Stadionrock: bejubelte Gitarren-Gniedel-Duelle, ein ausgiebiges Schlagzeugsolo, Rollentausch zwischen Sänger und Drummer, ein Freddie-Mercury-Gedächtnischor mit dem Publikum (”Eeeeeeooo!”) und altbekannte Ansagen à la “Is everybody feelin’ good tonight?”
Die Band ist perfekt aufeinander eingespielt, alles passt, mitsingbare Hits hat man zur Genüge im Gepäck. Aber hey: wo waren die Nuancen, wo waren die leiseren Töne, wo war der Charme, wo war das besondere Fünkchen, der magische Moment, an den man sich noch lange erinnern wird? Begraben unter all der Perfektion und Routine. Ein bisschen wie ein mittelmäßiges FC-Bayern-Spiel: knapp gewonnen, okay gespielt, kurz gejubelt, ab in die Kabine.
Und an alle, die das Zenith als doofe Halle ohne Atmosphäre und mit miserabler Akustik beschrieben haben: Ihr habt Recht.
P.S.: Auch hier gilt wieder: der Jauchetaucher war auch da.
Donnerstag, 26.01.2006
Schon irre, was inzwischen alles auf DVD rauskommt. Am 31. Januar erscheint bei Starlight eine “20th Anniversary Edition” von Xaver und sein außerirdischer Freund. Die ziemlich trashige Low-Budget-Produktion aus dem Jahr 1986 (coproduziert vom ZDF) vom inzwischen verstorbenen Regisseur Werner Possardt ist eine krude Mischung aus E.T. und Heimatfilm. Ein kleiner Alien landet in der bayerischen Provinz, wird vom Dorfdepp Xaver aufgelesen und auf den Namen Alois getauft und lernt das kennen, was Klischeefreunde gerne “bayerische Lebensart” nennen. Also vor allem Bier.
In den Stauden, wo der Film gedreht wurde, gilt der Film nach wie vor als Kult, es gibt natürlich auch eine Fan-Website. Ich bin im Einzugsgebiet dieser Region zur Schule gegangen und kann folgendes sagen: ein Aufwachsen ohne Sprüche wie “Mei Maschi is hi” oder “Bluadige Hennakrepf” ist in dieser Ecke der Welt nicht möglich. Nachhaltige Schäden sind zum Glück ausgeblieben.
Donnerstag, 26.01.2006
Aua!
Donnerstag, 26.01.2006
Tut uns leid, dass noch immer nicht alles rund läuft. Doch Tore fallen nun einmal am ehesten durch druckvolles Spiel nach vorne – auch wenn damit zwangsläufig das Risiko steigt ins Abseits zu laufen. Aber versprochen: Wir arbeiten mit Hochdruck an unserem Stellungsspiel!
Dieser Hinweis ist so ziemlich das einzige, was man heute morgen auf der Website des FC St.Pauli zu sehen bekommt. Scheint ein großer Andrang zu sein auf dem Server. So ist das, wenn man Pokal ist. Glückwunsch!
Mittwoch, 25.01.2006
Unter all den Humorproduzenten dieser Welt ist Gerhard Polt für mich immer noch der größte und beste. Okay, sein letzter Film Germanikus war eine arge Enttäuschung, aber auf der Bühne ist der Mann stets ein Erlebnis. Klar, dass der Karten-Kauf-Reflex sofort aktiviert wurde, als ich kürzlich zufällig von der Polt-Lesung im Residenztheater erfuhr.
Unter dem Titel Circus Maximus gibt es Polts gesammelte Werke in Buchform. Der Haken daran: auf Papier machen Polts Szenen nicht halb soviel Spaß wie aus Polts Mund. Seine Vortragsweise spielt eine ganz entscheidende Rolle. Dieses Manko ist auf der Lesung natürlich behoben. Wobei “Lesung” gar nicht unbedingt der rechte Begriff ist: Polt sitzt zwar mit aufgeschlagenem Buch am Tisch, benutzt dieses aber in den meisten Fällen nur als Gedächtnisstütze und trägt frei vor. Polt schlüpft in die verschiedensten Rollen, verstellt die Stimme, nuanciert die Sprache von hochdeutsch über salonmünchnerisch bis zu derbem bairisch.
Mit Vorliebe gibt Polt den unsympathischen Zeitgenossen: sei es der von Freiheit schwadronierende Wirtschaftsliberale, der großspurig auftretende Möchtegern-Drehbuchautor oder die Gattin eines Mannes, der mit seinem Auto ein Kind überfahren hat. Und sein Humor kann dabei mächtig schwarz werden.
Immer wieder erstaunlich, wie diese Tatsache manche Zuschauer ganz schön zu irritieren scheint. Darf man da lachen, wenn mit toten Kindern gescherzt wird? Darf man klatschen, wenn die Figur, die Polt verkörpert, etwas ganz und gar nicht applauswürdiges gesagt hat? Natürlich darf man, denn immer dann, wenn er es schafft, diese Reibung zu erzeugen, ist Polt am besten.
Zwischen den einzelnen Texten gab es Musik von Ardhi Engl, der mit Gitarren und diversen, teils selbstgebastelten Utensilien experimentiert und damit recht erstaunliche Musik erzeugt.