Herr Schmidt sieht fern

Wer Harald Schmidt vermisst (die Winterpause geht noch bis 25.1.) und das Dritte Programm des WDR empfangen kann, sollte am Montag abend einschalten: Herr Schmidt sieht fern um 20:15 Uhr. Zusammen mit Elke Heidenreich schaut er Ausschnitte aus 50 Jahren WDR und kommentiert. Hans Hoff von der Süddeutschen Zeitung war im November bei der Aufzeichnung dabei und sprach damals von einem „halbgaren Talkabend“:

Schmidt dagegen glibbert irgendwie gollumgleich durch die Aufzeichnung und gefällt sich in hundertfach abgefeierten Routinefloskeln, führt bei jeder zweiten betrachteten Sendung an, diese sei von seiner Nürtinger Familie sozusagen als Hochamt zelebriert worden, und behauptet beim Thema Verstehen Sie Spaß? glattweg, das sei schon toll gewesen.

Außerdem setzte Hoff Hoffnung (no pun intended) in die Schnittkünste von Redakteur Klaus Michael Heinz (der u.a. auch die Sendung „Das ganze eine Rederei“ mit Anne Will betreut hatte). Seine Hoffnung scheint erfüllt worden zu sein – in der aktuellen SZ kann er sich zwar nicht mehr recht ans Datum der Aufzeichnung erinnern, aber mit der Sendung ist er zufrieden:

Als die Sendung im Dezember im Düsseldorfer Kom(m)ödchen aufgezeichnet wurde, dauerte sie noch gut drei Stunden; inzwischen ist sie auf sendbare 90 Minuten geschrumpft und hat wenig verloren.

Und wer (wie ich) den WDR nicht empfängt: angeblich soll es die Sendung zur Sendezeit auch als Livestream bei wdr.de geben.

Nachtrag, 10.01.06: Waren recht unterhaltsame neunzig Minuten, wobei Elke Heidenreich mindestens soviel Anteil am Gelingen hatte wie Schmidt, obwohl sie gar nicht im Titel vorkam. Das mit dem Stream hat auch wunderbar geklappt. Gut so, WDR, aber das nächste mal darfst du den Stream gerne auch zeitunabhängig zur Verfügung stellen.