Live: Foo Fighters

Gestern abend im Münchner Zenith: Dave Grohl und seine Foo Fighters. Ich mach’s kurz: eine sehr professionelle und routinierte All-American-Rock’n’Roll-Show mit fetter Licht- und Lasershow, Videowänden und bewährten Zutaten aus der Klamottenkiste des Stadionrock: bejubelte Gitarren-Gniedel-Duelle, ein ausgiebiges Schlagzeugsolo, Rollentausch zwischen Sänger und Drummer, ein Freddie-Mercury-Gedächtnischor mit dem Publikum („Eeeeeeooo!“) und altbekannte Ansagen à la „Is everybody feelin‘ good tonight?“

Die Band ist perfekt aufeinander eingespielt, alles passt, mitsingbare Hits hat man zur Genüge im Gepäck. Aber hey: wo waren die Nuancen, wo waren die leiseren Töne, wo war der Charme, wo war das besondere Fünkchen, der magische Moment, an den man sich noch lange erinnern wird? Begraben unter all der Perfektion und Routine. Ein bisschen wie ein mittelmäßiges FC-Bayern-Spiel: knapp gewonnen, okay gespielt, kurz gejubelt, ab in die Kabine.

Und an alle, die das Zenith als doofe Halle ohne Atmosphäre und mit miserabler Akustik beschrieben haben: Ihr habt Recht.

P.S.: Auch hier gilt wieder: der Jauchetaucher war auch da.

 

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