Lichtspielreklame: Februar 1966

Im zweiten Teil der Serie gehen wir in die schwingenden Sechziger. Die Zeit, als das Kino schlüpfrig wurde…


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Beginnen wir mal ganz harmlos:
Interpol jagt leichte Mädchen
Tja, das mit den bescheuerten deutschen Titeln gab’s eben schon immer. Im Original heißt der Film „Requiem für einen Gangster“.
(IMDB)

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Die nackten Stunden
Zwei Dinge gefallen mir hier besonders: Erstens der verzweifelte Versuch, die Zielgruppe davon zu überzeugen, dass das hier ein seriöser Film ist. Und zweitens der Layout-technisch schöne Einfall, dem Leser vermittels eines Pfeils anzuzeigen, wo er weiterlesen muss, damit der Satz wenigstens halbwegs stimmig wird. Holprig bleibt er trotzdem. (Aufs Bild klicken für größere Version)
(IMDB)

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Gleiches Sujet, anderes Genre:
Bitte nicht stören!
Beachten Sie bitte den originellen Einsatz der Anführungszeichen!
(IMDB)

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So, und jetzt kommt der angekündigte Schweinkram:
Baden Sie nackt?
Der Filmdienst schreibt: „Vorgeblich provokativ, doch überaus bieder und hausbacken“ und meint den Film, nicht die Anzeige.
(IMDB)

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Frauen am Abgrund
Auch wieder genial eingedeutscht. Im Original trägt der Film den charmanten Titel „Strip-teaseuses ou ces femmes que l’on croit faciles“
(IMDB)

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Na gut, ich traue mich. Ich gehe „hart an die Grenze des Erlaubten!“ Hui!
Welt ohne Scham
Der Film gehört zum damals wohl recht populären Genre der Mondo-Filme, „deren Attitüde irgendwo zwischen ‚Coupé‘, frühem Splatter und der beliebten RTL2-Serie ‚die dümmsten Verbrecher (Frauen, Autofahrer usw.) der Welt‘ lag.“ (taz)
(IMDB)

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Ich danke für die Aufmerksamkeit und freue mich schon auf den Ausflug ins Jahr 1976. Da gibt’s noch mehr reißerisches Zeug, versprochen!

 

5 Gedanken zu „Lichtspielreklame: Februar 1966

  1. Sehr schoene Sammlung. Da sieht man mal, dass es zwar gebrandmarkt behandelt wird, jedoch sehr schoene Umsetzungen (zumindest zum Teil) erfaehrt.

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