Overkill

Der Berliner Kinobetreiber Georg Klosters hatte schon vor der Berlinale gewarnt und einen offenen Brief an die Produzenten, Verleiher und Förderer deutscher Filme geschrieben. Sechzehn deutsche Filme kämen in den acht Wochen nach der Berlinale in die Kinos – und dann keiner mehr bis August: „Wie oft schafft der normale Filmbegeisterte den Weg ins Kino? Jetzt rechnet aus, was für Euren Film übrigbleibt, wenn sich zwei, drei oder unwahrscheinlicherweise vier Filme als Hits durchsetzen.” Und die Antwort gab er gleich selbst: „Der deutsche Film kannibalisiert sich selbst und alle klatschen.”

Michael Althen in der F.A.Z.
Dass Filmverleiher und Kinobesitzer Angst vor der WM haben, kann ich ja durchaus verstehen. Aber diese Taktik ist zum Scheitern verurteilt. Stellt euch vor, der Sommer wird verregnet und die deutsche Mannschaft scheidet im Achtelfinale aus. Dann fällt der WM-Hype zusammen wie ein Soufflé, wie unser Ex-Außenminister sagen würde, und dann wäre man doch vielleicht froh, ein paar frische Filme im Angebot zu haben.

(via Franziskript)

 

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