Auf DVD/Im Kino: Madagascar und Ice Age 2: The Meltdown

Zwei Animationsfilme in drei Tagen, die kann ich gleich mal in einem Aufwasch abhandeln. Sie sind sich nämlich relativ ähnlich. Würde ich für Filme Punkte vergeben, würden beide ungefähr die gleiche Anzahl bekommen. So knapp über der Hälfte etwa, Region „guter Durchschnitt“. Sowohl Ice Age 2: Jetzt taut’s als auch Madagascar sind okaye Unterhaltung, machen 80 Minuten lang Spaß, reichen aber nicht an die Oberklasse der digitalen Trickfilme heran, die in den letzten Jahren Maßstäbe gesetzt haben. Und wenn ich aufs DVD-Cover drauf schreibe „Von den Machern von Shrek„, dann muss ich mich halt daran messen lassen.

Beide Filme erzählen sehr simple und recht vorhersehbare Geschichten, die nicht weiter wichtig sind, weil sie vor allem als Aufhänger für Gags dienen sollen. Und beide führen einen kleinen Seitenstrang ein, der neben der Haupthandlung herläuft: Bei Madagascar ist das das Pinguin-Quartett, das aus dem Zoo ausbricht, bei Ice Age 2 ist es (wie schon im ersten Teil) das Hörnchen Scrat mit seiner vergeblichen Jagd auf eine Eichel. Sie sind jeweils die heimlichen Helden dieser Filme, sie haben die besten Gags, sie stehlen den Hauptfiguren mühelos die Schau. Und entwerten damit eigentlich den Rest des jeweiligen Films. Streicht man die Pinguine aus Madagascar, streicht man Scrat aus Ice Age 2, fehlt dem Plot nichts, aber dem Film fehlt plötzlich sehr viel. Umgekehrt würde ich mir jederzeit gerne einen Zusammenschnitt der Pinguin- und Scrat-Szenen ansehen.

Was bei Ice Age 2 besonders besticht, ist die Qualität der digitalen Bilder. Ein eigenes „Fur and Feathers Department“ war hier am Werk und hat ganze Arbeit geleistet. Unsere pelzigen Freunde sehen wirklich absolut, nunja… pelzig aus. Für die Geschichte ist es wiederum kein großes Lob, wenn dem Zuschauer genügend Zeit bleibt, in Ruhe die Details zu bewundern, und er diese auch noch interessanter findet als den Rest.

Keiner der beiden Filme erreicht die Qualität der Highlights dieses Genres (z.B. die beiden Shreks oder The Incredibles). Sie erwecken nicht den Wunsch, den Film nochmal zu sehen, sie sind glatter, stromlinienförmiger und langweiliger. Gut gemachte Familienunterhaltung, keine Frage, aber zu wenige Szenen die hängen bleiben. Doch, halt, ein Ohrwurm, der blieb hängen: „I like to move it, move it…“