Auf DVD: Down By Law

„Einen der lakonischsten Filme der Geschichte“ nennt der Schnitt Jim Jarmuschs Down By Law. Und laut Wikipedia bedeutet Lakonie „eine knappe, kurze Ausdrucksweise ohne schmückende Elemente“. Wobei Down By Law nicht unbedingt knapp und kurz ist, sondern langsam. Sehr langsam. Jarmusch und sein Kameramann Robby Müller lassen sich viel Zeit, halten drauf, beobachten. Nichts für Ungeduldige. Und irgendwie auch nichts für mich. Natürlich ist es eine Freude, dem miesepetrigen Tom Waits beim Rumhängen zuzusehen und zu beobachten, wie Roberto Benigni als radebrechende Nervensäge im Knast seinen Zellengenossen erst mächtig auf die Eier geht und es im weiteren Verlauf schafft, die miese Laune der beiden Typen etwas aufzuhellen.

Trotzdem hatte ich etwas mehr erwartet, da ich andere Jarmusch-Filme (Dead Man, Ghost Dog) sehr schätze und Down By Law oft zu den (Indie-) Klassikern gezählt wird. Um mein Interesse wachzuhalten, müsste mehr passieren, oder die Figuren müssten etwas interessanter und geheimnisvoller sein.Vielleicht bin ich ja ein Kunstbanause oder zu versaut vom Hollywood-Mainstream, aber das war mir eben einen Tick zu langsam, zu lakonisch.