Anfang des Jahres startete eine Startup-Firma in München mit einer gar nicht so schlechten Geschäftsidee: Ein Netz von DVD-Ausleihautomaten, die in U-Bahnhöfen aufgestellt wurden. Mitglieder konnten mit einer Karte an beliebigen Stationen ausleihen und auch wieder zurückgeben. Die Preise waren sehr attraktiv, die Technik schien zu funktionieren, es wurde eifrig Werbung gemacht. Nun ist nach wenigen Monaten schon wieder Schluss. Sang- und klanglos verschwanden die Automaten, der Webauftritt ist weg, und das Guthaben, dass die Kunden auf ihre Karten geladen haben, ist wohl auch perdu. Offizielle Infos gibt’s keine, das einzige, was ich finden konnte, sind ein paar Kommentare in einem Muenchenblogger-Beitrag (Achtung, Legastheniker-Alarm!).

Wie sagte Funny van Dannen: “Schade scheiße, und vielleicht fatal / schade scheiße, aber normal”. Man ist ein bisschen überrascht, dass es so schnell ging, aber so richtig überrascht ist man dann doch nicht. Videoautomaten sind eines dieser Franchise-Geschäfte, die in den Städten gerade wie Pilze aus dem Boden schießen (neben diesen seltsamen Wettbüros), da ist die Konkurrenz groß. Und Trainspot hatte gegenüber anderen den Nachteil, dass es dort nur Filme bis maximal FSK 16 zu leihen gab (da die U-Bahnhöfe als öffentlicher Bereich gelten). Vielleicht war das einer der Gründe für das Scheitern? Besonders viel Geduld (bzw. finanzielle Reserven) hatte das Trainspot-Team jedenfalls nicht, der Stecker wurde schon verdammt schnell gezogen. Nunja, ich ärgere mich über meine paar Euro verlorenes Guthaben, aber Alternativen gibt’s ja genug. Nicht zuletzt die Münchner Stadtbibliothek und ihre Stadtteilbüchereien, die ein ziemlich gut sortiertes DVD-Angebot haben.