Freud und Leid der deutschen Tonspur

Gestern abend auf Video eine TV-Aufzeichnung des John-Cusack-Films Grosse Pointe Blank geschaut. An einer Stelle stutzen müssen: Da erzählt eine Radiomoderatorin von den 80er Jahren und sagt auf einmal: „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran.“ Ein Fehlfarben-Zitat in einem Hollywood-Film? Höchstwahrscheinlich ein Einfall der Übersetzer, die das Skript für die deutsche Synchronisation schrieben. Was Minnie Driver wohl im Original gesagt hat? Und warum spricht eigentlich Dan Aykroyd genau wie John Cleese?

Sehr interessante und überlegte Gedanken (mit Tonbeispielen) zum leidigen Thema Synchronfassungen macht sich die neue Reihe „Sprachfehler“ im von mir erst ganz frisch entdeckten und empfehlenswerten Blog Fünf Filmfreunde.

 

8 Gedanken zu „Freud und Leid der deutschen Tonspur

  1. ne, ne, das stimmt schon, es werden ´80 hits gespielt, u.a. auch nena´s luftballons.

  2. Ich hatte mir neulich auch die DVD (im OT) angeschaut – Sag mir mal die genaue Stelle, dann kann ich das für die raushören.

  3. Peter, den exakten Timecode kann ich jetzt nicht sagen (hab den Film nach Ansicht wieder von der Festplatte gelöscht), aber es ist die Szene, in der wir das erste Mal Minnie Driver als Radio-DJ sehen (am Anfang sieht man immer nur ihren Mund) und John Cusack fährt unterdessen im Auto und hört ihr zu…

  4. Es kann sein, daß sie über The Clash redet. (Die Musikkoordination hatte ja auch Joe Strummer ;) ). Kann ich dir heute abend genau sagen.

  5. Im Orignal sagt sie:
    Kick back and relax and ponder this: ‚Where are all the good men dead, in the heart or in the head?‘

    Ich weiß nicht genau woher das stammt, beim googeln war ein Foreneintrag, der meinte, daß würde auf „The Merchant of Venice“ zurück gehen. Ist aber definitv nicht Fehlfarben und ich weiß auch nicht, wie sie dazu kamen, daß so zu übersetzen.

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