Im Kino: Superman Returns

[…]
Der Film hat durchaus einige sehr sehenswerte Momente, die allerdings meistens außerhalb der Haupthandlung stattfinden. Supermans erster Rettungseinsatz, bei dem er ein Flugzeug von einem Space Shuttle trennen muss und anschließend in einem vollbesetzten Baseball-Stadion notlandet, ist eine unterhaltsame Actionszene, die großen Spaß macht. Schönes Special-Effects-Popcornkino, im besten Sinne comichaft. Auch seine kurzen Ausflüge ins All sind toll anzusehen. Und eine andere Actionszene beweist, dass man auch mit dem abgenudelten Effekt der Bullet-Time (The Matrix, ihr wisst schon) noch originell arbeiten kann.

Etwas zu kurz kommt leider der Humor. Es gibt nur ganz wenige Szenen, die das Publikum zum Lachen oder Schmunzeln bringen. Ich hätte sehr gerne mehr davon gesehen, denn die Autoren hatten durchaus ein paar gute Einfälle: das zufällig nachgestellte Cover des allerersten Superman-Heftes, die Bemerkung des Daily-Planet-Chefredakteurs, dass Pulitzerpreise wie Oscars seien („Man erinnert sich daran, wer sie gewonnen hat, aber nicht, wofür“) oder das wunderbare Klavierduett mit Lois Lanes Sohn und einem Fiesemöpp aus Lex Luthors Entourage.

Es gibt Stimmen, die Superman Returns vorwerfen, er hätte zu wenig Action und zu viel ruhige Momente. Ich würde eher sagen, die ruhigen Momente sind einfach nicht gut genug gelungen. Das Thema „Braucht die Welt einen Superman?“ wird nur oberflächlich angeschnitten und die Lovestory zwischen Lois und Clark funktioniert nicht besonders gut. Stattdessen präsentiert uns Bryan Singer in der letzten halben Stunde des überlangen Films eine klebrige Soße aus Pathos und Kitsch, die die Geduld der Zuschauer sehr strapaziert. Dass der Film am Ende trotzdem noch genügend Fragen offen lässt, um ein mögliches Sequel zu erlauben, war zu erwarten.
[…]

Der vollständige Text ist bei Comicgate zu finden.

 

Ein Gedanke zu „Im Kino: Superman Returns

Kommentare sind geschlossen.