Im Kino: Deutschland. Ein Sommermärchen

Sönke Wortmanns Film ist zweierlei: Eine sentimentale „Weißt du noch“-Erinnerungsshow an den WM-Sommer. Hach ja, schön war’s. Und ein recht interessanter Blick hinter die Kulissen, mit Bildern, die man trotz Dauer-WM-Berieselung im TV so noch nicht gesehen hat (wobei die natürlich auch alle von DFB und/oder FIFA offiziell abgesegnet wurden). Schön bizarr ist zum Beispiel die Sitzung eines FIFA-Kommitees kurz vor einem Spiel, in dem minutiöse Zeitpläne verkündet und die Trikotfarben der Teams in Augenschein genommen werden.

Weitere Erkenntnis: Schweinsteiger und Podolski sind wahre Comedy-Talente.

Lieblingsmoment I: Direkt vor dem Spiel im Spielertunnel, alle hochkonzentriert, aus dem Stadion dröhnt Grönemeyer in die Katakomben. Phillip Lahm pfeift mit.

Lieblingsmoment II: Die Kanzlerin zu Gast im Mannschaftshotel, sie hält im Stehen eine kurze Rede vor den sitzenden Spielern, Klassenzimmer-style. Mittendrin kommt Frings zur Tür rein, gibt ihr kurz die Hand und setzt sich. Das hat echt Größe.

Musik: Nicht so schlimm wie befürchtet. Die Spielszenen sind unterlegt mit einem Sound, der frappierend an den Score von American Beauty erinnert. Nur am Ende muss man ganz stark sein, wenn der Wanderprediger aus Mannheim seinen Auftritt hat.

 

2 Gedanken zu „Im Kino: Deutschland. Ein Sommermärchen

  1. „nur am Ende“ der Prediger ist doch ständig zu hören das hat mich schon stark genervt!
    Ansonsten nett hätte auch gereicht auf DVD anzuschauen.
    grüße
    thomas

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