Tut euch den gefallen und lest folgendes:
Peter Bogdanovich interviewt Jack Nicholson im SZ-Magazin (Online steht die englische Version, die Übersetzung gibt’s im Heft).
Die schlechtesten Magazine der Welt von Dirk Warnke (in der Titanic)
Tut euch den gefallen und lest folgendes:
Peter Bogdanovich interviewt Jack Nicholson im SZ-Magazin (Online steht die englische Version, die Übersetzung gibt’s im Heft).
Die schlechtesten Magazine der Welt von Dirk Warnke (in der Titanic)
After a long illness, the groundbreaking home-entertainment format VHS has died of natural causes in the United States. The format was 30 years old.No services are planned.
Mehr bei Variety.

Ihre kahlgeschorenen Köpfe sehen aus wie Einmachgläser, deshalb nennen sie sich Jarheads: die Kerle, die sich beim U.S. Marine Corps gemeldet haben. Sam Mendes erzählt in Jarhead aus der Perspektive von Anthony Swofford (Jake Gyllenhall), einem Neuankömmling, der von seinen Stubengenossen mit einem freundlichen “Welcome to the Suck” begrüßt wird und erstmal die klassische Drill-Instructor-Schule durchleiden muss.
In diesem Abschnitt denkt man natürlich sofort an Kubricks Full Metal Jacket, und das ist nicht der einzige Kriegsfilm, der sich beim Schauen von Jarhead vors geistige Auge drängt. Diese Filme sind inzwischen Teile der Popkultur, und Jarhead spielt ganz vortrefflich mit dieser Tatsache. So sehen sich die Rekruten etwa gemeinsam im Truppenkino Apocalypse Now an. Später, als die Marines bereits im Irak sind und irgendwo die Doors aus den Boxen schallen, beschwert sich Swoff, dass diese Musik doch der Vietnam-Soundtrack sei, das passe nicht hierher.
Mendes ging es bei der Verfilmung des autobiografischen Stoffes von Swofford vor allem darum, wie es sich anfühlt, auf eine Aufgabe hingedrillt zu werden und dann in einen Einsatz geschickt zu werden, in dem man diese Aufgabe nicht wahrnehmen darf, sondern zum Warten verurteilt ist. Swoff und seine Leute sind Scharfschützen, aufs Töten trainiert. Jetzt sitzen sie in der Wüste und drehen Däumchen, weil die Airforce die Arbeit von oben erledigt. Sie sind wie hochgezüchtete Kampfhunde, denen man eine extrem kurze Leine, einen Maulkorb und einen viel zu engen Zwinger verpasst hat. Die Szenen, in denen dieses Gefühl vermittelt wird, sind die stärksten Momente von Jarhead.
Der Film hat nicht die Wucht eines Apocalpyse Now, nicht die Dringlichkeit eines Platoon und nicht den Biss eines Three Kings. Er ist leiser, ruhiger, zurückhaltender, verzichtet weitgehend auf Kriegsbilder und lebt besonders von der guten Leistung der Hauptdarsteller Jake Gyllenhall und Jamie Foxx, der seinen Vorgesetzten spielt. Sehenswert!
Hilfe, Tenacious D haben mein Blog gerockt!
(File under: Beispiele für ideenreiches und gut funktionierendes virales Marketing für Filme. Da hat jemand echt verstanden, wie man sowas macht)
Im Kino sehen:
Children of Men: Ich habe eine echte Schwäche für so düstere Zukunftsdystopien. Hier geht’s um eine Welt, in der keine Kinder mehr geboren werden und plötzlich doch noch eine Schwangere auftaucht. Allein Michael Caine als langhaariger Hippie lohnt hier wahrscheinlich schon den Kinobesuch.
Vielleicht mal im Fernsehen:
Open Season (Jagdfieber): Der nächste Animationsfilm mit knuddligen Tieren. Diesmal müssen sich einige Waldbewohner zur Jagdsaison gegen jagende Menschen zur Wehr setzen.
7 Vírgenes (7 Jungfrauen): Filme über Jugendliche, die realistisch sein wollen, wirken meistens total verkrampft. Der hier kommt aus Spanien und wirkt kein bisschen verkrampft.
Der letzte Zug: Joseph Vilsmaier versucht sich am Thema Holocaust.
Madeinusa (Madeinusa – Das Mädchen aus den Anden): Peruanischer Film über eine Mädchen mit einem tollen Vornamen (Made in USA), das in einem Andendorf erwachsen wird.
Stille Sehnsucht – Warchild: Drama um eine Mutter, die im Bosnienkrieg ihre Tochter verloren hat und nun das Mädchen von ihren deutschen Adoptiveltern zurückholen will.
Muss nicht sein:
Loggerheads: Drei Geschichten um einen jungen Mann, seine Adoptivmutter und seine leibliche Mutter. Solche Melodramen sind meistens nicht so mein Ding.
A Good Year (Ein gutes Jahr): Russel Crowe als tougher Manager, der in Frankreich geläutert wird. Sieht alles sehr gediegen, brav und vorhersehbar aus. Ridley Scott ist ja ein echt vielseitiger Regisseur, aber dass der jetzt auch noch romantische Komödien drehen muss?
The Grudge 2 (Der Fluch – The Grudge 2): Takashi Shimizu hat eine interessante Karriere: Er dreht praktisch immer wieder den selben Film. Zuerst in Japan Ju-On und ein Sequel dazu, auf Video. Dann das gleiche nochmal fürs Kino. Dann ein Hollywood-Remake, jetzt dessen Fortsetzung. Was kommt als nächstes? Genau, The Grudge 3. Ich hab die Japan-Kinofassung des ersten Teils gesehen. Der war nicht übel, aber das reicht mir dann auch.
Bei DonsTag hab ich ein Stöckchen gefunden und bin so frei, das einfach mal aufzuheben. Nebenbei gratuliere ich mir selbst für das Wahnsinns-Wortspiel im Titel dieses Beitrags.
Welcher Film hat Dich in Deiner Kindheit oder Jugend eingehend beeinflusst? Inwiefern und warum?
So echt beeinflusst hat mich eigentlich kein Film, glaube ich. Andere Sachen waren da wichtiger. Beeindruckt hat mich allerdings Das Boot. Die TV-Serie. Das war das erste Kriegsdrama, das ich im Fernsehen schauen durfte, und ich war sehr schockiert, dass es kein Happy End gab.
Welcher Film ist für Dich der Beste im Genre Drama?
Magnolia von Paul Thomas Anderson. Ganz großartig. Wobei ich zugeben muss, das der auch nicht jedermanns Tasse Tee ist. Den kann man nicht blind jedem empfehlen.
Welchen Thriller kannst Du empfehlen?
Natürlich die Hitchcock-Klassiker Vertigo, North By Northwest (Der unsichtbare Dritte) und Psycho. Wem das zu altmodisch ist: David Finchers Seven und Fight Club.
Um welchen Horrorfilm kommt man nicht herum?
The Shining von Stanley Kubrick. Ich krieg schon ne Gänsehaut, wenn ich nur an das Kind auf dem Dreirad im Korridor denke…
Welcher Liebesfilm hat sogar Dich beeindruckt?
Garden State von Zach Braff. Zählt der als Liebesfilm?
Welche Komödie ist Deines Erachtens wirklich lustig?
The Big Lebowski von den Gebrüdern Coen. Immer und immer wieder.
Welchen Film hast Du Dir zuletzt im Kino angesehen? Und wie war er?
Das war beim Asia Filmfest: Re-Cycle aus Hongkong, von den Pang Brothers. War nicht so toll.
Welchen Film MUSS man im Kino gesehen haben?
The Lord of the Rings von Peter Jackson. Auch auf DVD toll, Extended Editions und so, aber mit großer Leinwand und Soundschnickschnack ist das nochmal was anderes. Das sind übrigens die drei einzigen Filme, bei denen ich jeweils in der Mitternachts-Premiere war, die ich mir dann ein paar Wochen später gleich nochmal im Kino angeschaut habe und bei denen ich die (Extended) DVDs stets direkt am Erscheinungstag gekauft habe.
Welchen Film hast Du Dir zuletzt auf DVD angesehen? Und wie war der?
Crash (auf “deutsch” L.A. Crash) von Paul Haggis. Nicht das ganz große Meisterwerk, aber durchaus ein sehr sehenswerter Episodenfilm, der einem überraschend viel Raum zum Selberdenken lässt.
Welcher Film war es, den Du Dir zuerst gekauft hast?
Auf VHS: Ich habe zu VHS-Zeiten kaum Filme gekauft, insgesamt vielleicht fünf oder sechs. Der (wahrscheinlich) erste davon war The Usual Suspects (Die üblichen Verdächtigen) von Bryan Singer. Auf DVD war es dann Pulp Fiction von Quentin Tarantino. Die hatte ich sogar noch vor dem Abspielgerät.
Der schlechteste Film aller Zeiten?
Das Leben ist zu kurz für schlechte Filme. Deshalb hab ich den bestimmt nicht gesehen.
Dein Lieblings-Regisseur (mit einer Auswahl von 3 Filme oder/und Begründung)?
Es gibt gar nicht so viele, bei denen ich das komplette Œuvre kenne. Drum gehe ich hier auf Nummer sicher und sage: Quentin Tarantino. Einer der Handvoll Leute, bei denen ich mittlerweile blind ins Kino gehen würde, ohne irgendwas anderes als den Namen des Regisseurs über den Film zu wissen.
Da er nur 4 Filme (als Regisseur) gemacht hat (Kill Bill zählt nur einmal), ist die Auswahl von dreien nicht so schwer. Also Reservoir Dogs, Pulp Fiction und eben Kill Bill. Auch Jackie Brown ist kein schlechter Film, aber der hat nicht diesen Immer-wieder-sehen-wollen-Faktor wie die anderen.
Der schönste Film aller Zeiten (subjektiv nur für Dich)?
Tja, was ist “schön”? Vielleicht mag ich gar keine “schönen” Filme. Aber zuletzt bei Deutschland. Ein Sommermärchen, da musste ich öfter denken: “Hach, schön”.
Der bedrückendste Film aller Zeiten (subjektiv nur für Dich)?
Sehr deutlich spürbares Unwohlsein ausgelöst hat bei mir Requiem for a Dream von Darren Aronofsky.
Der traurigste Film aller Zeiten (subjektiv nur für Dich)?
Ich bin nicht Kafka, ich weine nicht im Kino. Manchmal ist aber auch mein steinernes Herz zu erweichen. Am Rand der Tränen hatte mich zuletzt Brokeback Mountain von Ang Lee. Schnüff.
Welcher Film ist für Dich ein Must-Watch, auch wenn er die o.g. Kriterien nicht erfüllt?
Clerks von Kevin Smith, The Great Escape (Gesprengte Ketten) von John Sturges, Bringing Up Baby (Leoparden küsst man nicht) von Howard Hawks. Da könnte man natürlich noch lange weitermachen.
Lieblings-Schauspieler? (Mehrfachnennungen möglich)
Die Klassiker: DeNiro und Pacino, Nicholson und Hopper.
Die etwas Jüngeren: William H. Macy, John C. Reilly, Steve Buscemi, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti.
Die Deutschen: Joachim Król, Daniel Brühl.
Lieblings-Schauspielerin? (Mehrfachnennungen möglich)
Hier fallen mir komischerweise nicht auf Anhieb so viele ein wie bei den männlichen Kollegen. Aber ich habe eine ganz klare Nummer eins: Cate Blanchett. Da brauch ich keine Mehrfachnennung.
Lieblings-Soundtrack?
Viele Filmscores sind dann gut, wenn sie nicht auffallen. Klar, eine Schmetter-Fanfare wie John Williams’ Indy-Titelmelodie kann sich jeder merken, aber die subtileren Sounds sind viel spannender. Ganz groß sind die Soundtracks von David Lynchs Hauskomponisten Angelo Badalamenti.
Soundtracks auf CD: Ich höre immer wieder gerne die Musik aus O Brother, Where Art Thou? Ein Sound, den ich sonst eigentlich nie höre, der mir aber im Film super gefallen hat und auch ohne Bilder sehr gut funktioniert.
Was möchtest Du sonst noch an Filmen erwähnen?
Wo fängt man da an und wo hört man auf? Für mich selbst erwähne ich jetzt mal eine Handvoll Klassiker, die ich noch nicht gesehen habe und bei denen ich vorhabe, diese schändlichen Lücken möglichst bald zu schließen: Coppolas Godfather II und III, alle Alien-Filme, Kurosawas Die sieben Samurai, Peckinpahs The Wild Bunch, Kubricks Dr. Seltsam.
Ich werfe dieses Stöckchen nicht gezielt weiter, sondern lasse es mal hier liegen. Bücken und aufheben erlaubt.
Da die fünfte und letzte Staffel von Six Feet Under in Deutschland bereits als DVD auf dem Markt ist, ohne dass sie vorher im Free-TV gelaufen ist, wurde mancherorts spekuliert, ob VOX diese Staffel vielleicht gar nicht mehr ausstrahlt. Momentan zeigt der Sender immerhin mal wieder die vierte Staffel, versteckt im Nachtprogramm. Also hab ich mal bei der Zuschauerredaktion nachgefragt, ob dann vielleicht auch bald die fünfte gesendet würde. Die Antwort:
VOX hat bisher fünf Staffeln der Serie “Six Feet Under – Gestorben wird immer” erworben und davon bisher die Staffeln 1-4 ausgestrahlt. Ein Ausstrahlungstermin für die fünfte Staffel steht derzeit leider noch nicht fest.
Gekauft haben Sie sie also, immerhin. Jetzt müssten sie’s nur noch senden. Aber wenn ich mir die jüngsten Beispiele ansehe, wie das deutsche Fernsehen mit Qualitätssendungen umgeht, verlässt mich sofort jeglicher Optimismus.

Dass ich kein Terry-Gilliam-Meisterwerk erwarten durfte, war mir vorher klar. Der Regisseur hatte damals beim Kinostart ja selbst verlauten lassen, dass er hier ziemlich viel Kompromisse mit dem Studio hatte machen müssen. Dass The Brothers Grimm dann aber derart mittelmäßig und langweilig sein würde, hatte ich nicht erwartet. Eine gewisse märchenhafte Magie, ein paar tolle Bilder, das hatte ich mir erhofft.
Leider ist der Film ein völlig unausgegorenes Mischmasch aus Märchenfilm, Gruselgeschichte und Komödie. Gilliam (oder sein Scriptautor Ehren Kruger) kann sich nie entscheiden, ob er jetzt lustig, dramatisch oder gruselig sein will. Letztlich ist er dann nichts davon. Besonders schlimm: der von mir sonst sehr geschätzte Peter Stormare, der hier als italienischer Foltermeister dermaßen exaltiert durchs Set hüpft, dass er nach kürzester Zeit extrem auf den Sack geht. Matt Damon und Heath Ledger in den Hauptrollen sind keine Totalausfälle, aber richtig überzeugend kommen sie nicht rüber. Man bangt als Zuschauer nicht um die beiden, sondern verfolgt mehr oder weniger gleichgültig ihre zahlreichen Actionszenen. Über das seltsame Bild, das von Deutschland und den Deutschen im Jahr 1811 gezeichnet wird, will ich mich erst gar nicht aufregen.
Sehr gelungen fand ich die wenigen kleinen Szenen, in denen tatsächlich Referenzen zu Grimms Märchen gemacht wurden: Das Geschwisterpaar, das sich im Wald verirrt, Rotkäppchen auf dem Weg zur Großmutter. Hier ist ein Hauch von dem zu ahnen, was Brothers Grimm hätte sein können, wenn man sich in Hollywood nicht entschieden hätte, ein Popcorn-Spektaktel für den kleinsten gemeinsamen Nenner zu drehen.
Ein Film, der beweist, dass man selbst mit niedrigen Erwartungen noch herb enttäuscht werden kann.