Nehmen wir mal an, man möchte den Silvesterabend ausnahmsweise mal nicht auf einer privaten Party verbringen, sondern mit ein paar Freunden in irgendeinem Etablissement in dieser großen Stadt. Da gilt es dann diverse Läden abzutelefonieren und zu erfragen, ob an Silvester geöffnet sei, was dort geboten werde und wieviel der Spaß denn kosten soll. Irgendwann findet man was brauchbares, einigt sich darauf und trifft sich also am Silvesterabend in der Kneipe XY.

Man selbst war dort vorher noch nie gewesen – da hätte man schon skeptisch sein sollen. Nunja, nichts ist perfekt, und wenn der Rest okay ist, dann kann man es gerne mal hinnehmen, dass

- die Musik in einer Lautstärke dröhnt, die Gespräche nur mit dem direkten Tischnachbarn zulassen
oder
- diese Musik aus den grusligsten Partyhits der 70er, 80er und 90er besteht
oder
- das versprochene “Begrüßungsgetränk” erst nach mehrfacher Nachfrage auf dem Tisch landet
oder
- der Service unter aller Kanone ist und der Getränkenachschub extrem zu wünschen übrig lässt
oder
- die Menschen an den anderen Tischen trotzdem schon mächtig betrunken sind und sich entsprechend benehmen.

Wenn allerdings nicht einer dieser Punkte, sondern alle auf einmal zutreffen, dann ist man eindeutig zur falschen Zeit am falschen Ort. Vorherrschendes Gefühl: “Ich will hier nicht sein.” Nächstes Jahr wird wieder privat gefeiert.

Achja: Was war gleich nochmal so toll daran, zum Jahreswechsel tonnenweise Knallkörper und Feuerwerk zu verpulvern und die Stadt erst in ein Schlachtfeld, und dann in eine Müllhalde zu verwandeln?