Too big to fail.

Im TV: Die Hard (Stirb langsam)

Dienstag, 02.01.2007


(Bild von Steven Hills grandioser Movie Title Screens Page)

Action altert schlecht.

Knapp 20 Jahre ist das schon her, dass Bruce Willis zum ersten Mal barfuß im Unterhemd gegen eine Bande von Terroristen antrat und damit zur Action-Ikone wurde. Ich glaube, man muss diesen Film schon damals gesehen haben, um ihn richtig schätzen zu können. Oder man muss ein Teenager gewesen sein, umspült von den ersten Testosteronschüben. Dann war man sicher begeistert über die coolen Sprüche und die - für damalige Verhältnisse - atemlose Action.

Sieht man Stirb langsam dagegen mit über 30 zum ersten Mal kurz nach Weihnachten 2006, dann ist man gute zwei Stunden lang ziemlich unterwältigt. Klar, es gibt einige gute Ideen, ein paar nette Sprüche undsoweiter, aber mehr als solide Action hat der Film eigentlich nicht zu bieten. Und Action altert eben schlecht. Sowas inszeniert man heute deutlich rasanter, wilder, hektischer. Oder, wie es meine Mit-Guckerin formulierte: “In ein paar Jahren werden wir auch bei Matrix einschlafen.”

Abgelegt unter: geguckt

5 Comments »

  1. Tja, das Pech der späten Geburt. ;-) Ich find den immer noch toll. Aber ich war beim ersten Mal gucken auch definitiv im Testosteren-Alter. *g*
    Ad Astra

    Kommentar von Prospero — 02.01.2007 @ 14:51

  2. Action altert mitunter hervorragend, finde ich. Gerade die Die Hard Trilogie hat wenig von ihrer Faszination verloren, ausgenommen vielleicht der dritte Teil (der aber auch nie viel davon hatte).

    Die 80er Jahre Actionhelden (Sly, Arnie, Willis, Gibson) sind grandios und haben heute noch keine würdigen Nachfolger gefunden. Selbst B-Action-Filmen wie ‘Lock Up’ oder ‘Tango & Cash’ stehen heute nur schlaffe CGI-Orgien gegenüber.
    Action war früher härter. Nur wir sind weicher geworden. ;-)

    Kommentar von Kiki — 02.01.2007 @ 21:22

  3. Teil 1 der “Die Hard”-Trilogie ist in der Tat der beste der drei Filme; vom Filmhistoriker David Bordwell ist ein Transkript einer in München gehaltenen Rede (”DIE HARD und die Rückkehr des klassischen Hollywood-Kinos”, erschienen in “Der schöne Schein der Künstlichkeit”, Verlag der Autoren, 1995) - zentrale These: das klassische amerikanische Kino ist so erfolgreich, da seine Erzählstruktur so angelegt ist, dass der Plot auch ohne wirklich gute Kenntnis der Sprache verständlich ist.
    Durch Bildaufbau, Zoom und Tiefenschärfe ist auch dem der Sprache nur bedingt mächtigen Einwanderer das Verfolgen der Story möglich.
    Am Beispiel “Die Hard” wird dieses wirklich gut erläutert und man verblasst in Ehrfurcht, dass einem das noch nicht selbst aufgefallen ist.

    Das aber funktioniert nur in Teil 1 so gut, die später hinzugekommenen Teile 2 und 3 fallen deutlich von diesem Muster ab, wobei Teil 3 ohnehin ein auf die Serie adaptiertes Drehbuch ist, welches anfangs unter dem Titel “Simon Says” (eigentlich ein Kinderspiel á la “Flaschendrehen”) die Runde machte und per definitionem sehr dialoglastig war (und ist - “Simon says …”).

    Kommentar von -Frank. — 06.01.2007 @ 01:06

  4. […] Steven Hill’s Movie Title Screens Page (via) (tags: film titel screenshots) […]

    Pingback von [i:rrhoblog] » links for 2007-01-18 — 18.01.2007 @ 23:21

  5. […] Live Free or Die Hard (Stirb Langsam 4.0): Ich kann bekanntlich nicht viel mit der Reihe anfangen, von daher ist mir Teil 4 ziemlich wurscht. Eins gefällt mir aber total gut an dem Trailer: Wie beim 20th-Century-Fox-Logo die Lichter ausgehen. Ich steh auf solche Scherzchen. […]

    Pingback von Abspannsitzenbleiber » Trailerschau für Filmstarts vom 28.6. — 28.06.2007 @ 22:16

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen

Zeilen und Absätze brechen automatisch um, E-Mail Adresse wird nie angezeigt, HTML erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>

(notwendig)

(notwendig)


 
 
 












BLOGROLL
Agitpop
Ahoi Polloi
Anke Gröner
BILDblog
blog.peter-noster.de
blog.tagesschau.de
Das Nuf
Digitaler Film
Ein Schulz - ein Song
Fünf Filmfreunde
filmtagebuch
Fooligan
Franziskript
Indiskretion Ehrensache
isarstadt.de
Knallgäu
Ohrensessel
Popkulturjunkie
Riesenmaschine
Spreeblick
Stefan Niggemeier
Vorspeisenplatte
wirres.net
Zuckerfisch



HAPPY FEED
RSS 2.0
 


Impressum
Angetrieben durch WordPress | Theme von Theron Parlin