Großreinemachen

So. Mit etwas Verspätung hab ich mich die letzten Tage nochmal etwas genauer mit dem Thema „Blogs und Werbung“ auseinandergesetzt (nicht weil ich hier Werbung treiben möchte, sondern aus Interesse am Medium Blog und seiner Entwicklung). Ich habe mir die Trackback-Sendung zum Thema angehört und die dazu passenden Links verfolgt. Ich finde die Diskussion ganz spannend, wenn auch übertrieben geführt, vor allem wenn Begriffe wie „Reinheit“ fallen. Solange ich nicht in einem OP liege, muss es um mich herum nicht hundertprozentig rein sein. Ist es auch nicht.

Wenn man ein Fazit aus der ganzen Debatte ziehen kann, auf das sich fast alle einigen können, dann ist es dieses: Werbung und Inhalt gehören sauber getrennt, sollte es bezahlte Inhalte geben, gehören diese sauber markiert. Wenn sich das als Standard in der Blogosphäre durchsetzen sollte (man kann ja mal träumen), dann wäre sie schon weit besser als Print, TV, Radio und die restliche Onlinewelt. Und um da selber nicht als Heuchler dazustehen, werden die CDs und Bücher, die hier im Blog in der rechten Spalte stehen, nicht mehr zu Amazon linken (bringt eh nix), sondern direkt auf die Urheber. Für künftige Blogtexte mit medialen Links gilt das gleiche. Stattdessen gibt es ab sofort einen kleinen a-Store mit Abspannsitzenbleibers Film-, Comic- und Buchempfehlungen. Sollte jemand darüber was bestellen, bleiben ein paar Cent bei mir. Wenn nicht, macht’s auch nix.

 

2 Gedanken zu „Großreinemachen

  1. Wie?! Werbung und Inhalt sauber getrennt?! Ist ja wie bei den guten alten Zeitschriften hier. Warum die ganze Diskussion um so eine Selbstverständlichkeit?
    Den Sprachkritik-Hinweis finde ich aber sehr wertvoll: Reinheit bzw. Unreinheit sind als Begriffe religiös besetzt, da schwingt Fanatismus mit – und die Nazis mochten das Wortpaar seinerzeit auch gern.

  2. Find ich erstaunlich, dass die Amazon-Partner-Verlinkung deiner Meinung nach nix bringt. Hätte gedacht, dass das mit genügend Traffic ganz gut funktioniert, weil da jeder von profitiert: Der Leser bekommt gleich den Bestell-Link zum gerade besprochenen Buch/Film/whatever (und zahlt nix mehr), du bekommst ein paar Cent Provision, und Amazon kassiert den Umsatz.
    Anyway, ich mach die Amazon-Verlinkung aber auch aus einem anderen Grund: Durch die offizielle Einbindung übers Amazon-Partnerprogramm hat man keinen Streß mit Bildrechten usw. zu befürchten, wenn man ein Plattencover oder DVD-Titel einblendet.

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