re:publica, Tag 1

Gestern war der erste Tag der re:publica-Konferenz in Berlin. Noch nie habe ich soviele Laptops und schon gar nicht habe ich jemals soviele iBooks und MacBooks auf einem Haufen gesehen…
Sehr sympathisch: man sieht kaum Krawattenträger, die meisten Teilnehmer scheinen tatsächlich interessierte Laien, Studenten und Hobbyblogger zu sein. Mit Visitenkarten um sich werfende Businesstypen sind kaum vor Ort (was auch genau meine Erwartung und einer der Gründe dafür war, dass ich mich zur Teilnahme entschlossen habe).

Unter den Vorträgen, Workshops und Panels, die ich am ersten Tag gehört habe, war noch kein echter Knüller, aber durchaus ein paar interessante Beiträge: Nils Reiters Einführung in Yahoo!Pipes, Jan Schmidts Vortrag über die Mythen der Blogosphäre, Nicole Ebbers Einführung in die Basics von Creative Commons und das Panel zum Thema Mashups, das zuerst recht theoretisch und technisch geführt wurde, aber mit der Zeit zu einer interessanten Diskussion über Google und seine Dienste wurde. Eher ermüdend war dagegen der ziemlich trockene Vortrag von Volker Grassmuck über ein an sich interessantes Thema, die Geschichte der Wissensverbreitung von Gutenberg bis heute.

Die Kalkscheune in Mitte ist als Veranstaltungsort ideal, zumindest wenn man von der ursprünglich anvisierten Besucherzahl ausgeht. De facto sind es wohl deutlich mehr, was zwischendurch schon mal zu räumlichen Engpässen führt. Aber immerhin: das WLAN funktioniert.

Positivste Überraschung des ersten Tages ist eine kleine technische Spielerei: Mit einem Handy kann man re:publica-Veranstaltungen live per SMS kommentieren. Die Mitteilungen erscheinen direkt per Beamer im Vortragssaal und sorgen immer wieder für Lacher. Eine interessante Mischung aus SMS-Chat und Kommentartool, die man auch direkt im Web sehen kann.