Too big to fail.

UK Subs

Samstag, 30.06.2007

Ich bin zwar Filmfan, DVD-Käufer bin ich aber nur gelegentlich. Die meisten Filme guck ich halt doch nur einmal, die muss ich mir nicht für alle Zeiten ins Regal stellen. Aber bei besonderen Schnäppchen oder extrem guter Ausstattung werde ich dann doch immer wieder mal schwach. Wenn ich aber eine DVD kaufe, dann sollte sie auch etwas bieten, zusätzlich zum puren Film. Mindestens Untertitel. Ich schaue nach Möglichkeit immer die Originalfassung, aber so ganz ohne Untertitel tut man sich dann doch manchmal schwer. Bei meiner aus England bestellten DVD von Chasing Amy z.B. ist es echt hart. Es müssen ja nichtmal deutsche Untertitel sein, englische tun’s auch.

Als ich jetzt grade mal wieder shoppen war, wollte ich genau wissen, ob ich mit Untertiteln rechnen kann, und bin dabei per Google auf ein lobenswertes Projekt gestoßen: dvd-subtitles.com richtet sich vor allem an Leute mit Gehörproblemen (”The hard of the hearing”), die UK-DVDs kaufen und die Untertitel noch viel notwendiger brauchen als unsereins. DVDs ohne Untertitel kommen in die “Hall of Shame”. Die Website konzentriert sich ausschließlich auf englischsprachige Untertitel. Trotzdem auch für mich gelegentlich hilfreich und ein sehr lobenswertes Projekt.

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Southside-Nachlese

Freitag, 29.06.2007

Dass es hier aufm Blog gerade etwas ruhiger zugeht, liegt nicht zuletzt an den ausgedehnten Wochenend-Beschäftigungen dieses Sommers. Live-Blogging vom Southside-Festival wäre ja wirklich nett gewesen, aber wer will schon den ganzen Technikkram mitschleppen. Eine Kamera hatte ich immerhin dabei. Nebenan bei den Stagediven lassen Hike und ich das Festival nochmal Revue passieren. In Form eines Chat-Protokolls!



Trailerschau für Filmstarts vom 28.6.

Donnerstag, 28.06.2007

Vielleicht mal im Fernsehen:
Traders’ Dreams - Eine Reise in die eBay-Welt: Doku über ebay-Händler und Glückssucher auf dem Online-Marktplatz. Im Fernsehen schau ich mir den sicher mal an. Schnelle Überweisung, gerne wieder.

Live Free or Die Hard (Stirb Langsam 4.0): Ich kann bekanntlich nicht viel mit der Reihe anfangen, von daher ist mir Teil 4 ziemlich wurscht. Eins gefällt mir aber total gut an dem Trailer: Wie beim 20th-Century-Fox-Logo die Lichter ausgehen. Ich steh auf solche Scherzchen.

Lucky You (Glück im Spiel): Dieser Trailer sieht nach einer typischen aalglatten Romanze aus Hollywood aus, wenn da nicht der Name von Regisseur Curtis Hanson wäre. Der ist ja eher für Unkitschiges bekannt. Vielleicht taugt der FIlm ja doch was. Und Drew Barrymore steht das Alter echt gut, finde ich.

Les filles du botaniste (Die Töchter des chinesischen Gärtners): Wie ich dort schon schrob: Ernstes Thema (Verbotene lesbische Liebe in China), aber der Trailer sieht mir zu sehr nach Romantik-Kitschdrama mit einer Prise Hochglanz-Erotik aus.

Muss nicht sein:
Žižek!: Ein Porträt des Popstars unter den Philosophen, der sich hier auch schon mal ohne Hemd im Bett interviewen lässt. Sicher ein faszinierender Typ, aber auf Dauer ist mir das zu anstrengend, fürchte ich.

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Trailerschau für Filmstarts vom 21.6.

Dienstag, 26.06.2007

Im Kino sehen:
Shrek the Third (Shrek der Dritte): Weiter geht’s im Reigen der dritten Teile dieses Sommers. Und der Hoffnung, dass der hier nicht enttäuscht. Die ersten beiden mochte ich jedenfalls sehr.

Auf die DVD warten:
AzulOscuroCasiNegro (Dunkelblaufastschwarz): Debütfilm des Spaniers Daniel Sánchez Arévalo, der in der Werbung unbescheiden mit Almodóvar verglichen wird. Der Tailer sieht aber tatsächlich nach einem sehr interessanten Film aus.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Obaba: Spanische Verfilmung eines dortigen Bestsellers, einer Kurzgeschichtensammlung von Bernardo Atxaga, die Geschichten aus einem abgelegenen baskischen Dorf erzählt.

Muss nicht sein:
Deutschland privat - Im Land der bunten Träume: 1980 präsentierte Robert van Ackeren erstmals einen Zusammenschnitt aus privaten Super-8-Aufnahmen deutscher Durchschnittsbürger, jetzt wird nochmal nachgelegt. Damals wie heute liegt ein Schwerpunkt auf dem Thema Sex. Fragt sich nur, ob ich im Zeitalter von Youtube und Konsorten für Amateur-Homevideos wirklich ins Kino muss.

Primeval (Die Fährte des Grauens): Hat nix zu tun mit der Dinos-in-London-Serie, die grade bei Pro Sieben läuft. Basierend auf dem Riesenkrokodil Gustave ist Primeval wohl eher ein Monsterfilmchen der Kategorie “egal”.



Southside und das Fehlen der Vorfreude

Freitag, 22.06.2007

Southside Webcam, Freitag, 11 Uhr

Wir brechen bald auf, zum Stagediven-Betriebsausflug aufs Southside-Festival. Die Vorfreude darauf ist seit gestern allerdings stark getrübt. Bei einem heftigen Unwetter während der Aufbauphase kam es zu einem schlimmen Unfall, bei dem ein Sanitäter ums Leben kam. Angesichts dessen kommt man sich schon sehr seltsam vor, trotzdem einfach drei Tage zu feiern. Hätten die Veranstalter das Ding komplett abgesagt, ich hätt’s okay gefunden.

Was es stattdessen gibt, ist eine Teilabsage. Die Zeltbühne ging bei dem Unwetter hops und da kurzfristig kein Ersatz zu bekommen war, fällt das dort vorgesehene Programm aus. Also kein Dendemann, Deichkind, Cold War Kids, Johnossi oder Aereogramme. Das ist wirklich verdammt bitter und ärgerlich, wenn man den Eintrittspreis auch wegen dieser Bands berappt hat. Andererseits, siehe oben, ist Lamentieren und Sich-Ärgern ja wohl völlig kleinkariert und unangebracht angesichts eines Menschenlebens.

Wir werden jetzt also mal testen, wie das so ist, wenn man das Prinzip “The Show must go on” umsetzt. Und vor allem wollen wir hoffen, dass das Wetter brav bleibt und keine weiteren bösen Dinge passieren.



Im Kino: Joe Strummer - The Future Is Unwritten

Mittwoch, 20.06.2007

The Future Is Unwritten von Julien Temple ist eine Rockumentary. Aber keine gewöhnliche. Klassische Rock-Dokus beleuchten, hübsch chronologisch, Leben und Karriere von Bands und Musikern. Es gibt Konzertausschnitte, Videoclips, eingeblendete Plattencover, Interviewschnipsel, jede Menge Musik der betreffenden Künstler und einen erklärenden Sprecher aus dem Off. Julien Temple (Regisseur des Sex-Pistols-Films The Great Rock’n'Roll Swindle und des Finanzfiaskos Absolute Beginners und in dessen letzten Jahren ein guter Freund von Joe Strummer) benutzt die meisten dieser Stilmittel ebenfalls, aber er benutzt sie ganz anders.

Seine Interviewschnipsel entstanden vor Lagerfeuern, in nächtlichen Freiluftsessions, in denen sich Freunde, Begleiter und Bewunderer an den Frontmann der legendären The Clash erinnern (und nicht nur Lobhudeleien, sondern auch kritische Anmerkungen zum Besten geben). Seine Archiv-Clips sind u.a. rare private Super-8-Aufnahmen aus dem Familienarchiv oder eigens für den Film animierte Kritzeleien aus Strummers Notizbüchern. Und seine Stimme aus dem Off ist die von Joe Strummer selbst: Ausschnitte aus Radio-Interviews, und immer wieder Fetzen aus der BBC-Sendung London Calling, in der Strummer Musik aus aller Welt auflegte. Die dort gespielte Musik ist auch teilweise im Film zu hören, der Soundtrack besteht also bei weitem nicht nur aus Clash- bzw. Strummer-Songs.

Der Film ist ein Feuerwerk an visuellen und akustischen Reizen, dazu gibt es tonnenweise Text. Er erfordert gute zwei Stunden volle Aufmerksamkeit, vor allem dann, wenn man — wie ich — kein langjähriger Fan ist, der ohnehin gut Bescheid weiß, sondern eher ein interessierter Anfänger. Dann kann es schnell mal verwirrend werden, wenn man immer wieder neue Gesichter und Namen aufgetischt bekommt, die man bisher nicht kannte. Deswegen ist der Film vor allem eingefleischten Clash-/Strummer-Fans uneingeschränkt zu empfehlen, die bekommen hier wirklich einen nicht alltäglichen Leckerbissen. Aber auch als allgemein popkulturell Interessierter lohnt sich die Doku, erfährt man doch eine Menge über die Heydays des britischen Punk und über ihre wichtigsten Protagonisten. Etwas Grundwissen sollte man aber trotzdem mitbringen, denn der Film geht ganz klar davon aus, dass seine Zuschauer ein Nischenpublikum sind, dem man nicht mehr erklären muss, was London Calling ist und was daran so großartig sein soll.

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Der besondere Fil-m

Dienstag, 19.06.2007

(Foto: Frauke)

Knapp zwei Stunden großartige Unterhaltung mit Fil und Sharkey. Ich habe lange nicht so ausdauernd und viel gelacht wie an diesem Abend vorletztes Wochenende beim Münchner Comicfest, dessen klarer Höhepunkt Fils Auftritt war. Der komplette Mitschnitt des Abends, den es bei Splashcomics zum Download gibt, hat zwar bestenfalls Homevideoqualität und ist im RealMedia-Format, hat aber Seltenheitswert, da der schaue Fil eher medienscheu ist und ums Fernsehen einen großen Bogen macht. Zuschauen und sich freuen!



Filmfest München - Qual der Wahl

Dienstag, 19.06.2007

Am Samstag beginnt das Münchner Filmfest, nach eigenen Angaben das zweitgrößte deutsche Festival nach der Berlinale. Das dicke Programm weist ein riesiges Angebot an Filmen auf, was es nicht gerade einfach macht, sich die eine handvoll Filme auszusuchen, die man vielleicht ansehen könnte. Als erstes ins Auge fallen die Retrospektiven zweier namhafter Regisseure (Werner Herzog, Richard Linklater), deren komplettes Werk gezeigt wird. Und auch von William Friedkin gibt es einige Filme zu sehen. Allein aus diesen Filmen könnte man sich schon ein volles und tolles Wochenprogramm zusammenstellen. Dazu gibt’s die kleine Umsonst-und-Draußen-Open-Air-Reihe am Gasteig mit modernen Klassikern wie Trainspotting oder Blood Simple.

Wobei das Entdecken von bisher Unbekanntem dann vielleicht doch mehr Spaß macht auf so einem Festival. Das Programm ist wie gesagt riesig. Ich fische nochmal ein paar subjektive Perlen heraus: Clerks 2 (startet allerdings auch bald im normalen Kino), Death of A President, A Crime, The Big Bad Swim, Delirious oder Smiley Face.

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Im Kino: Pirates Of The Caribbean - At World’s End (Am Ende der Welt)

Montag, 18.06.2007

Hollywood hat den Rotstift verlegt. Es scheint dort keine Leute mehr zu geben, die sich mal an ein Drehbuch setzen und ordentlich streichen. Zumindest nicht bei großen Franchise-Filmen, die als finanzielle Selbstläufer super-erfolgreich sind und bei denen der Inhalt scheinbar gar keine Rolle mehr spielen muss. Spider-Man 3 hatte 140 Minuten, der dritte Teil von Fluch der Karibik strotzt mit 168 Minuten. Knappe drei Stunden also, in denen man dem Zuschauer folgende Geschichte erzählt:

Ähm. Tut mir leid, ich habe keine Ahnung, was Pirates 3 für eine Geschichte erzählt. Selbst wenn ich der “Handlung”, oder was der Film dafür hält, problemlos hätte folgen können, wäre es wahrscheinlich unmöglich, diese in kurzen Worten wiederzugeben. Denn dazu müsste man beschreiben, wer mit welchen Mitteln was zu erreichen sucht, und warum. Und genau diese Fragen lässt der Film einfach offen. Etwas passiert, weil’s passiert. Dann kommt die nächste Szene, in der passiert was anderes. Manches davon mag vielleicht noch erklärbar sein, wenn man die Handlung von Teil 1 und 2 noch unmittelbar im Kopf hat (wer die noch gar nicht gesehen hat, braucht erst gar nicht in Teil 3 zu gehen), aber das meiste wirkt derart willkürlich, als hätte man im Internet einfach mal 10 oder 20 Pirates-Fanfic-Geschichten eingesammelt und diese mit einer ganz groben Nadel zusammengeflickt.

Wenn aber die Handlung egal wird, verkommt ein Film zur Nummernrevue. Nicht, dass dagegen was einzuwenden wäre - viele gute Filmkomödien funktionieren bestens als Abfolge einzelner Nummern. At World’s End behauptet aber ständig Drama, Abenteuer und Spannung, und vor allem fehlen die Gags. Klar, es gibt einige Lacher im Film, es sind aber nicht genug (oder nicht genügend gute), um den Film wirklich zur spaßigen Unterhaltung zu machen. Der Grundton des Films ist wesentlich düsterer und ernsthafter als in den ersten beiden Teilen (er beginnt mit einer ausgiebigen Hinrichtungsszene). Kann man machen, aber dann sollte halt die Geschichte interessant sein.

Was bleibt, sind erwartungsgemäß tolle Kulissen und Kostüme, ein paar nette Oneliner und die surreale Szene mit dem multiplen Jack Sparrow, die mich wirklich überrascht hat (die man aber auch nicht unbedingt zweimal hätte bringen müssen). Mein Highlight war der Auftritt von Keith Richards. Nicht nur, weil ich ein Fan von Metahumor und selbstreferenziellen Gags bin, sondern weil der alte Kief auch bestens reinpasst in die Schar abgewrackter Piraten und keineswegs wie ein Fremdkörper wirkt. Aye!

Abspann: In den ersten beiden Teilen gab es nach dem Abspann noch ein kurzes Zuckerl für Sitzenbleiber. Diesmal ist es Süßstoff.

Bonus-Link: Peter Hengl (dem der Film besser gefiel als mir) über Pirates 3 als Experimentalfilm.

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Trailerschau für Filmstarts vom 14.6.

Sonntag, 17.06.2007

Im Kino sehen (aber nur in der Originalfassung):
Hot Fuzz (Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis): Ein Film, auf den ich mich freue, seit ich den ersten Teaser im Netz gesehen habe. Die Shaun-of-the-Dead-Macher haben den witzigsten Polizeifilm des Jahrzehnts abgeliefert, hoffe ich.

Auf die DVD warten:
Irina Palm: Marianne Faithfull als Handjob-Profi, allseits hochgelobt. Der Trailer sieht auch sehr sympathisch aus.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Buongiorno Notte (Buongiorno, notte – Der Fall Aldo Moro): Italienischer Film über den Terror der Roten Brigaden in den 70er Jahren. Hübsch gruseliger Trailer.

Muss nicht sein:
Ferien: Deutsches Depri-Kino mit komplett nichtssagendem Trailer. Kritiker steh’n auf sowas.

Verstörung - und eine Art von Poesie. Die Filmlegende Bernhard Wicki: Bernhard Wickis zweite Ehefrau blickt zurück auf sein Leben. Nicht so meins, aber filmhistorisch sicher wichtig.

Hostel 2: Folterporn, Kapitel 348. Muss ich nicht haben. Der Trailer ist trotzdem sehenswert, weil auf hübsche Weise lächerlich: Die Off-Stimme spricht deutsch, weil das so hart und furchterregend klingt.

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