Deutschland – San Marino 6:0

Event-Manie in Nürnberg: Gleichzeitig Länderspiel, Rock im Park und dazu mindestens ein dutzend Junggesellenabschiede in der Altstadt (kann dieser Trend bald mal wieder abebben, bitte?). Weil die S-Bahn trotzdem in einem eher gemächlichen Takt fährt, sind wir erst kurz vor Anpfiff im Frankenstadion (das heute leider einen schlimmen anderen Namen trägt).

Wo man hinschaut, schwarz-rot-gold. Das Publikum spielt Fanmeile ’06 und feiert sich selbst. Und wenn dann Tausende lauthals die Nationalhymne singen, schweifen meine Gedanken kurz nach Rostock und ich halte lieber die Klappe.

Dass kurz vor der Pause das 1:0 fällt, finde ich ja fast schade. So bleibt der deutschen Mannschaft weitgehend ein Pfeifkonzert erspart, dass sie sich verdient hätte. Die erste Halbzeit war zwar ein Spiel auf ein Tor, aber ohne Ideen, ohne Tempo, ohne Spielwitz. Dafür mit dem einsamen Höhepunkt, in dem Jens Lehmann außerhalb des Strafraums erst den Ball vertändelte und dann eigentlich wegen Handspiels hätte Rot sehen müssen.

Rot sieht dafür dann ein Verteidiger der San Marin… (äh -esen, -aner, oder -istas?), und wir sind mitten in den knapp 30 guten Minuten des Spiels, in dem tatsächlich Tempo, Spielspaß und einige Tore zu sehen sind. Oleole. Die Schlussphase wird dann wieder mit angezogener Handbremse gespielt, es wird leise im Stadion und man kann wieder versuchen, zu erraten, welche Band gerade auf der Center Stage nebenan spielt.

Beste Spieler: Aus meinem nicht optimalen Blickwinkel auf Spielfeld würde ich mal sagen, Frings und Jansen. Auch die eingewechselten Gomez und Fritz hatten starke Szenen. Totalausfall: Miro Klose. Zurück ins Funkhaus.

 

Ein Gedanke zu „Deutschland – San Marino 6:0

  1. Hab ich doch gleich gesagt, dass deine 10:0-Annahme optimistisch war… *g*
    Ad Astra

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