Im Kino sehen:
Dnevnoi Dozor (Wächter des Tages): Will ich sehen. Teil 1 war zwar ein frech zusammengeklautes Fantasy-Amalgam, aber ein sehr unterhaltsames in einem feinen Look. Hat einer von euch zufällig die Bücher gelesen und kann zu- oder abraten?

Auf die DVD warten:
Shoot ‘Em Up: Adrenalin und Testosteron auf Volume 11, mit Clive Owen als Held und Paul Giamatti als Fiesemöpp. Vermutlich der Ballerporno des Jahres. Und im Ergebnis entweder großartig oder völlig unerträglich. Ideal für einen Jungsabend.

Deichking: Sympathischer Low-Budget-Quatsch aus dem hohen Norden. Und dort läuft er vorläufig auch fast ausschließlich.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Disturbia: Thriller, der sich sein Grundgerüst bei Hitchcocks Rear Window klaut und ansonsten weder furchtbar gut noch furchtbar blöd ausschaut.

Muss nicht sein:
Der kleine König Macius: Kinder an die Macht. Zeichentrick-Verfilmung eines Kinderbuchs von Janusz Korczak.

Gordos Reise ans Ende der Welt: Noch was für die Kleinen: Hundeabenteuer in Argentinien, erzählt von Peter Lustig.

Bab’Aziz (Bab’Aziz – Der Tanz des Windes): Orientalisch-mystisches Märchen aus Tunesien. Oft artet sowas ja schnell in Folklore-Kitsch aus.

Ghosts of Cité Soleil: Dokudrama über zwei Brüder, die Anführer zweier Jugendgangs in Haiti sind und Rapper werden wollen. Produziert von Wyclef Jean, und mit Hip-Hop-Sounds und “cooler” Ästhetik aufgepeppt. Hmm.

Hamburger Lektionen: Experimentelles Kino für Leute mit Sitzfleisch: Manfred Zapatka trägt vor, was der Imam Mohammed Fazazi in seiner Hamburger Moschee bei seinen Lektionen lehrte. Romuald Karmakar filmt. Eine Art Sequel zu seinem Himmler-Projekt.

Ein fliehendes Pferd: Martin-Walser-Romanverfilmung. Von und mit und für Menschen in der Midlife-Crisis. Da hab ich noch etwas Zeit.

The Brothers Solomon (Die Solomon-Brüder): Zwei in Deutschland unbekannte Comedians als Brüder, die keine Frau abbekommen , aber unbedingt ein Kind wollen. Der Trailer ist an keiner Stelle witzig.