Trailerschau für Filmstarts vom 29.11.

Fünfzehn Filme starten diese Woche. Hilfe.

Auf die DVD warten:
Gone Baby Gone (Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel): Das Regiedebüt von Ben Affleck mit Brüderchen Casey in der Hauptrolle ist ein Thriller über die Suche nach einem verschwundenen kleinen Mädchen. Ed Harris und Morgan Freeman spielen mit, und die Buchvorlage stammt vom Autor von Mystic River. Das sind doch ganz gute Referenzen.

Nyócker! (The District!): Animationsfilm aus Ungarn! Mit Jugendbanden, Erdöl, Zeitreisen und einem sehr eigenwilligen Look. Lief hier in München leider nur in einem Kino an zwei Abenden. Augen nach der DVD offenhalten!

Hotel Very Welcome: Kleine deutsche Komödie, die im Backpacker-Milieu spielt. Könnte ziemlich gut sein.

Mr. Brooks (Mr. Brooks – Der Mörder in Dir): Die Idole von gestern, Richard Gere Kevin Costner und Demi Moore (wo war die denn die ganze Zeit?) in einem Thriller, der gar nicht mal unspannend aussieht. Gere Costner spielt einen angesehenen Unternehmer, der ein Doppelleben führt und nebenher ein Serienkiller ist.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Bruno Manser – Kampf um den Regenwald: Doku über einen Schweizer, der einige Jahre im Dschungel von Borneo lebte, gegen die Zerstörung des Regenwalds kämpfte und im Jahr 2000 spurlos verschwand.

Der Mann von der Botschaft: Burghart Klaußner als Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Georgien, der sich mit einem 12jährigen Flüchtlingsmädchen anfreundet.

Nichts als Gespenster: Verfilmung einer Kurzgeschichtensammlung von Judith Herrmann. Episoden von ziemlich verkorksten Menschen auf Reisen. Top besetzt, kommt aber mit einer gewissen Feuilleton-Schwere daher.

Mörderischer Frieden: Deutsches Drama über den Bundeswehr-Einsatz im Kosovo. Interessantes Thema, aber der Film scheint den langweiligen Weg der sog. „TV-Events“ zu gehen und sich auf eine Lovestory zu konzentrieren.

Muss nicht sein:
Hoppet: Im neuen Film vom Elling-Regisseur geht’s um ein Immigrantenkind in Schweden, das sein Talent für Hochsprung entdeckt. Skandinavischer Wohlfühlfilm.

Ausgerechnet Bulgarien – Angelika Schrobsdorff und ihre Familie: Doku über das Leben der Autorin Angelika Schrobsdorff.

The Hunting Party (Hunting Party – Wenn der Jäger zum Gejagten wird): Richard Gere als Kriegsreporter in Bosnien, der sich auf die Jagd nach dem meistgesuchten Kriegsverbrecher begibt. Sieht nach einem hundsgewöhnlichen, konventionellen US-Politthriller aus.

Fred Claus (Die Gebrüder Weihnachtsmann): Santa Claus (Paul Giamatti) hat noch ’nen Bruder (Vince Vaughn). Das könnte vielleicht ganz witzig sein. Aber nur, wenn man die ganzen Klischees vom amerikanischen Weihnachtsmann erträgt. Mit dem rotnasigen Rentier und den kleinen Helferlein undsoweiter.

In the name of the King: A Dungeon Siege Tale (Schwerter des Königs – Dungeon Siege): Hey, der dritte Uwe-Boll-Film in wenigen Wochen! Diesmal sogar mit halbwegs großen Namen und einem weniger trashigen Look.

Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken: Leander Haussmann verfilmt einen Sachbuchbestseller. Manche Sachen an dem Film klingen ja ganz verlockend (Jessica Schwarz zum Beispiel), andere aber wieder gar nicht (Uwe Ochsenknecht und die Ahnung, dass das alles ein fürchterliches Herumgereite auf den ausgetretensten Geschlechterklischees ist). Richtig peinlich sind aber das von der Film-Website verlinkte „Männer-Portal“ und sein weibliches Gegenstück. Hier dürfen User Bilder und Videos hochladen und erwartungsgemäß findet man dort übelsten Klischeehumor. Traurig.

The Condemned (Die Todeskandidaten): Eine Variante von Battle Royale aus dem Hause WWE. Ja, das ist die Firma, die auch den ganzen Wrestling-Zirkus veranstaltet und einer ihrer Wrestler spielt hier auch die Hauptrolle.

 

6 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 29.11.

  1. Wann hattest du Persepolis in deiner Trailerschau?
    Letzte Woche gesehen und beeindruckt gewesen… sicher kein Meisterwerk aber eine guter Comicfilm mit Botschaft (das klingt ja fies ;)

  2. Von der Bildsprache fand ich ihn schon beeindruckend (sehr schön wie z.B.: die Religionswächterinen gewachsen sind oder die Scherenschnittszenen) – nach meinem Geschmack gabs halt schon an sehr vielen Stellen plakative Botschaften – das mag ich subtiler….

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