2007 im Rückspiegel

Ein Fragebogen, gemasht aus Fragebögen von Anke und Kiki.

Anzahl Kinobesuche 2007: 29. Ausbaufähig.

Den hätte ich gerne im Kino gesehen: Grindhouse. Als Double-Feature mit Fake-Trailern. So wie sich das Rodriguez und Tarantino auch gedacht hatten. Grrr.

Den hätte ich lieber nicht gesehen: Geärgert habe ich mich eigentlich nur bei Pirates of the Caribbean und beim schrecklich unlustigen Mein Führer. Ansonsten ist mein Schrott-Sensor wohl inzwischen gut genug, um Ärgernissen wie Lissi und der wilde Kaiser aus dem Weg zu gehen. Nicht in Sneaks zu gehen, hilft da wohl auch.

Quälendste Filmminute: Die Folterszene im großartigen Pans Labyrinth.

Entzückendste Filmminute: Gott im Gespräch mit Karl Marx, in Persepolis.

Freudigste Entdeckung: Dass Shaun of the Dead kein One-Hit-Wonder war, sondern sich die Jungs mit Hot Fuzz nochmal richtig gesteigert haben.

Die DVD-Veröffentlichung des Jahres: Monty Python’s Flying Circus endlich komplett auf Region-2-DVD.

Leider hierzulande ziemlich untergegangen: Stardust. Schönster Date-Movie das Jahres.

Überraschend gut: The Simpsons Movie war tatsächlich gelungen, was ich so nicht erwartet hätte.

Völlig überflüssig: Die ganzen dritten Teile dieses Jahres, die quasi durch die Bank enttäuscht haben. Gesehen habe ich nur Spidey 3 und Pirates 3, bei Shrek und Ocean hab ich gleich verzichtet.

Why the fucking Hype? Die Hard 4.0, Rocky Balboa, Transformers. Alles Franchises, die mich noch nie gejuckt haben.

Aus dem Film bin ich gegangen: Nahe dran war ich bei Inland Empire. Das Durchhalten hat sich aber gelohnt, denn der Abspann war klasse.

Aus dem Film hätte ich gehen sollen: Vielleicht aus 300. Ein Film, den ich im Kino noch ganz ansprechend fand, und bei dem mir erst in der Rückschau klar wurde, wie blöde der doch eigentlich war.

Hier hätte ich gerne mitgewirkt: Bei der großen, opulenten Chor-und-Orchester-Version von „Spider-Pig“ auf dem Simpsons-Soundtrack hätte ich gern mitgesungen.

Knutschen würde ich gerne mit: Julia Koschitz aus Shoppen.

Schönster Filmsatz: Einzelne Sätze kann ich mir nur sehr schlecht einprägen. Und „Tonight we dine in hell“ passt hier ja nicht so gut.

Liebste Filmkritik: Hans-Ulrich Pönack gerät im Deutschlandradio außer sich vor Schwärmerei über Shoot ‚em Up:
Deutschlandradio Kultur: Filme der Woche vom 19.09.2007
(Hier geht’s zum Podcast)

Verfilmt werden sollte mal: Diese Geschichte. Oder diese.

Ich fürchte mich vor: Valkyrie. Aber eigentlich nicht vor dem Film, sondern vor dem Medienrauschen, das den Film umgeben wird. Das gleiche gilt für Eichingers Verfilmung von Der Baader Meinhof Komplex.

Ich freue mich auf: No Country for Old Men von den Coens, The Darjeeling Limited vom einen Anderson, There Will Be Blood vom anderen Anderson, Hellboy II von Guillermo del Toro, Sweeney Todd von Tim Burton, Be Kind, Rewind von Michel Gondry, Where the Wild Things Are von Spike Jonze, Krabat von Marco Kreuzpaintner, The Dark Knight von Christopher Nolan, und ein bisschen auch auf Iron Man. Hey, 2008 könnte ein guter Jahrgang werden…

 

9 Gedanken zu „2007 im Rückspiegel

  1. Die beiden Geschichten würde ich auch sehr gerne verfilmt sehen. Vor allem natürlich die über den Mann der etwas über den Besuch vom Papst Ratzinger gesagt hat.
    Muss ich jetzt Angst haben von der Polizei überfallen zu werden?

  2. Danke für den MP3-Link zu DR Kultur und dem enthusiasmierten Hans-Ulrich Pönack. Wunderschön auch seine Antwort auf die Frage, ob man auch in den zweiten besprochenen Film („Ein fliehendes Pferd“) reinrennen soll (seine Stimme geht merklich nach unten, vorher gab’s schon ein ernüchtertes „ja“ von ihm aus dem Hintergrund, als die Sprache auf den anderen Film kommt): „Nein, nein, das ist deutsches Kino.“ Auf den Punkt, Herr Pönack. Ist der eigentlich jede Woche zu hören?

  3. Es gibt immer donnerstags zwei Ausgaben von „Filme der Woche“ (jeweils mit zwei Filmen). Da wechseln sich drei oder vier Redakteure ab. Im Schnitt ist Pönack alle 14 Tage dabei. Und legt dabei fast immer dieses atemlose, hyperaktive Wesen an den Tag.

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