Too big to fail.

Koinzidenzen

Donnerstag, 24.01.2008

Geht euch das auch so? Kaum widmet man etwas Bestimmtem seine Aufmerksamkeit, schon taucht es an allen Ecken und Enden auf und begegnet einem auf Schritt und Tritt. Ich hab das dauernd.

Jüngstes Beispiel: Jochen Schmidt. Aufmerksam geworden bin ich auf den Autor letzten Herbst durch einen großen Curb-your-Enthusiasm-Bejubelungs-Artikel in der SZ-Wochenendausgabe (nicht online). Der war toll geschrieben und ich ging auf die Suche nach Stoff von ihm. Gerade habe ich Meine wichtigsten Körperfunktionen ausgelesen. Gestern blättere ich dann durch den neuen Mawil-Band mit dem schönen Titel Action Sorgenkind. Darin eine Geschichte von: Jochen Schmidt. Dessen Name mir vor kurzem noch gar nix gesagt hatte. Und danach schaue ich ins Impressum von Pjöngjang, einem Comic von Guy Delisle, der von bizarren Erlebnissen in Nordkorea erzählt. Wer hat’s übersetzt? Jochen Schmidt.

Oder, anderes Beispiel: Ich höre den Kermode-Podcast, in dem nebenbei über schauspielernde Popstars gelästert wird, und Mark Kermode erwähnt kurz den Auftritt von Frank Sinatra in From Here to Eternity. Dieser Titel war mir zwei Tage vorher noch total unbekannt gewesen, aber just vor zwei Tagen sah ich Hollywoodland auf DVD, in dem der Film eine Rolle spielt.

Oh undurchschaubare Welt der Popkultur, du steckst so voller Querverweise und geistigen Hyperlinks, dass es mir immer wieder eine Freude ist.

Abgelegt unter: angemerkt

1 Kommentar »

  1. “ja und vor dem schlafen gehen lese ich nochmal in meinem ersten ‘jackpot baby!’, wie ich, abspann, es immer mache und wer steht da auf seite 38: jochen schmidt.”

    ich hab ihn vor ein paar jahren bei ner lesung in berlin entdeckt und hab seitdem jeden text von ihm verschlungen. auch seine lesungen sind ein genuss. er hat auch mal gebloggt. müsste man mal eigentlich wieder nachsehen ob er das immer noch tut.

    Kommentar von nico — 24.01.2008 @ 12:29

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