O tempo’a, o mo’es

Die dicksten Ausgaben des SZ-Magazins sind die, die am schnellsten gelesen sind: die Modehefte. Voll nich mein Thema. Kurz durchblättern sollte man diese Hefte dann aber doch, denn die Redaktion findet immer wieder recht originelle Zugänge zum Thema. Diesmal geht’s um „40 Jahre ’68“, und eine Seite zeigt einen Zeitungsausschnitt vom September 1965. Die F.A.Z. berichtet über die Rolling Stones. Unglaublich:

Wem galt der Rausch? Fünf jungen Männern, die die Haare länger tragen als Mädchen und eine erbärmlich einfallslose primitive Musik zum besten geben.
[…]
Wir sahen dank der Vermittlung des Bildschirms den Rollenden Steinen zu, hatten ihnen zugehört, als sie, von einem Reporter befragt, mit seltsam affenähnlichen ruckweisen Bewegungen Auskunft über An- und Abfahrtszeiten und die Auflagenhöhe ihrer Schallplatten gaben. Es kann doch wohl nicht sein, daß man als älterer Mensch bereits jeden Kontakt zu dem, was junge Menschen bewegt, verloren haben soll?
[…]
Wie ist es möglich, daß fünf lächerlich unmännlich gekleidete und behaarte Wesen Tausende junger Menschen zu frenetischem Hüftwippen und Kopfnicken bringen?

 

Ein Gedanke zu „O tempo’a, o mo’es

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