Trailerschau für Filmstarts vom 28.2.

Im Kino sehen:
No Country for Old Men: Yay! Die Coen-Brüder, nach zwei schwächeren Filmen zurück in der alten Spur und frisch gekürt mit vier Goldburschen. Genialer kann man einen Starttermin nicht legen. Zum Wochenbeginn bei den Oscars abräumen, direkt im Anschluss in die Kinos. So geht das. Die beiden Filme, die als nächstes kommen, haben auf den gleichen Effekt spekuliert, waren aber nicht ganz so erfolgreich.

I’m not there: Cate Blanchett ist Bob Dylan. Und Heath Ledger ist Bob Dylan. Christian Bale auch. Und Richard Gere. Ben Whishaw ebenso. Geile Idee, und nach allem, was man so liest, auch ein toller Film. Und Bob Dylan find ich ja eh toll.

Auf die DVD warten:
Michael Clayton: George Clooney soll als Anwalt einen Kollegen zur Räson bringen, der nicht mehr im Sinne der Firma funktioniert. Mit sieben Nominierungen und einem Sieg (Tilda Swinton, Best Supporting Actress) ein bisschen der Verlierer der Oscar-Verleihung.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Der lange Weg ans Licht: Eine hörbar in Sachsen gedrehte Doku übers Kinderkriegen. Schön lakonisch und in seiner Ästhetik meilenweit entfernt von den furchtbaren Doku-Soaps des Privatfernsehens.

Ossi’s Eleven: Ein Heist-Movie in der deutschen Provinz. Der Titel schreckt erstmal ab, aber das scheint ein schöner, kleiner deutscher Genrefilm zu sein, der Spaß macht, ohne blöde zu sein. Hat man auch nicht jeden Tag.

Vantage Point (8 Blickwinkel): Mainstream-Polit-Action-Thriller um ein Attentat auf den US-Präsidenten, der die Handlung nach dem großen Vorbild Rashomon aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Besetzt mit ein paar guten Hollywood-Männern, in der Hauptrolle Dennis „Wo warst du eigentlich die letzten 10 Jahre“ Quaid.

Muss nicht sein:
The Cats of Mirikitani (Mirikitanis Katzen): Doku über einen malenden obdachlosen Japaner in New York, mit dem es Amerika nicht gerade gut gemeint hat. Riecht ein bisschen nach Sozialkitsch.

Trip to Asia – Die Suche nach dem Einklang: Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker auf Konzertreise in China. Wenn da nicht dieser Esoterik-Unterton wäre… Sorry, nicht mein Beuteschema.

Meet the Spartans (Meine Frau, die Spartaner und ich): Ja doch, 300 schreit geradezu danach, parodiert zu werden, aber das hier ist ja nicht mal die 80 Sekunden lang lustig, die der Trailer dauert. Ein Extra-Buh für den schlimmen deutschen Titel.

 

4 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 28.2.

  1. „Meine Frau, die Spartaner und ich“ ist ja nur konsequent, wenn man an die Titelvorlage („Meet the parents“) und die daraus resultierende Verwurstung („Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“) denkt…

  2. @Martin: Ja, ist mir entgangen. Hol ich vielleicht nach, wenn mich Todd Haynes jetzt mit I’m Not There überzeugt.

    @Marc: Na gut, dann eben ein Buh für die Konsequenz. Wobei es im englischen ein ganzes Dutzend Filme gibt, die mit „Meet the…“ angehen.

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