Archive for Mai, 2008

Trailerschau für Filmstarts vom 15.5.

Im Kino sehen:
In Bruges (Brügge sehen … und sterben?): Scheint ein sehr vergnügliches und sehenswertes Gangsterfilmchen mit viel britischem Humor zu sein. Tipp!

Auf die DVD warten:
Brave Story: Aufwändiger Fantasy-Anime, in dem mal wieder ein Kind durch ein Portal in eine magische Welt kommt. Der erste Film eines neuen japanisch-amerikanischen Joint Ventures, das nach eigener Aussage dem großen Studio Ghibli Konkurrenz machen will. Ob’s klappt? Die Bilder sehen immerhin ziemlich gut aus.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Jesus Christus Erlöser: Klaus Kinskis legendäre Performance war ja schon lange mal als Film fällig. Muss ich aber nicht unbedingt im Kino haben, zumal bei mir zuhause noch immer die Hörbuchbuchfassung ungehört daliegt, weil ich mich nie so recht an dieses Monster herantraue.

Mio fratello è figlio unico (Mein Bruder ist ein Einzelkind): Dreiecksgeschichte aus Italien um zwei Brüder, die sich in die gleiche Frau verlieben — der eine Kommunist, der andere Neofaschist. Hier ist der Fascho mal nicht der dumpfe Glatzkopf, sondern ein hübscher Lockenkopf mit großen Augen. Der Film spielt in den 60er Jahren, hat in Italien viele Preise gewonnen und sieht angenehm klischeearm aus.

Paranoid Park: Gus Van Sants Porträt eines jungen Skaters, an dessen Schule in einem Mordfall ermittelt wird, strahlt schon im Trailer irgendwie eine gepflegte Langeweile aus.

Muss nicht sein:
Drillbit Taylor (Ein Mann für alle Unfälle): Owen Wilson, ein schwerer Fall. Man will ihn mögen, man liebt jeden seiner Auftritte in Wes-Anderson-Filmen, aber dazwischen dreht er reihenweise Quatsch. Hinter diesem hier stecken zwar die vielgelobten Judd Apatow (Produzent) und Seth Rogen (Drehbuch), aber ich glaube nicht, dass der Film noch Spaß macht, wenn man die Pubertät hinter sich hat.

Shutter (Shutter – Sie sehen dich): Zum umpfzigsten Male wird asiatischer Geisterhorror in einem Hollywood-Mainstream-Remake verbraten.

Es geht um alles: Sportler-Doku über den armenischstämmigen Boxer Arthur Abraham. Couldn’t care less.

Made of Honor (Verliebt in die Braut): AAARGH, schon wieder eine Hochzeits-RomCom! Hilfe.

Im TV: Drei Dokus

Kurze Reviews zu mehr oder weniger dokumentarischen Filmen, die neulich auf meinem Festplattenrekorder liefen.

München – Geheimnisse einer Stadt ist weniger eine echte Doku als vielmehr ein Film-Essay über das Wesen der Großstadt München und darüber wie es ist, dort zu leben. Filmkritiker Michael Althen und Regisseur Dominik Graf mischen Archivaufnahmen, neue Bilder, Interviews und mit Schauspielern gedrehte fiktive Szenen zu einem sehr eigenwilligen Film. Der ist teilweise sehr spannend und interessant und findet neuartige Bilder und Gedanken zum Leben in Städten (die auch nicht zwingend München heißen müssen). Leider ist der Film auch anstrengend angestrengt — besonders dann, wenn Althen und Graf sich einzelne Personen vornehmen, und deren fiktive Geschichten (die titelgebenden “Geheimnisse” erzählen). Diese sind im Stil von Fotoromanen umgesetzt, in Folgen von Einzelbildern, die vom Off-Sprecher wortreich kommentiert werden. Diese Episoden sind nicht die Bohne interessant und ermüdend — aber immer dann, wenn ich fast abschalten wollte, kam dann doch wieder was Interessantes, wie z.B. die Bilder aus einem ehemaligen, überwucherten Freibad oder die Erwähnung von kurzzeitig erwogenen Plänen, in München eine Kabinenbahn zu bauen. Alles in allem ein Film für die, die es gerne ein bisschen feuilletonistisch-verquast haben, und natürlich besonders für Münchner.
 
 

Monks – The Transatlantic Feedback von Dietmar Post und Lucia Palacios erzählt von einer Band, die von der Musikgeschichtsschreibung beinahe vergessen worden wäre. Die Monks bestanden aus fünf in Deutschland stationierten GIs, waren zu Beginn eine stinknormale Rock’n'Roll-Tanzkapelle, ehe sie von zwei deutschen Designstudenten zu einer avantgardistischen Krachkapelle aufgemöbelt wurden, die eine Art Punkrock avant la lettre machten. Erfolgreich war das nicht — sie waren einfach zu früh dran — aber einflussreich.

Dass es aus der aktiven Monks-Zeit wenig Bildmaterial gibt, ist ein bisschen schade für den Film, der sich visuell kaum von Standard-Rockumentaries unterscheidet: ein paar alte Filmaufnahmen, viele alte Fotos und dazu jede Menge “talking heads”. Die gealterten Monks führen heute brave Bürgerleben in amerikanischen Suburbs, und was sie so erzählen, ist einerseits desillusionierend aber auch liebenswert ehrlich: Die Monks wollten einfach nur Musik machen und ein bisschen Geld verdienen, eine künstlerische Agenda hatten sie nicht. Für ihre musikalische Ausrichtung inklusive Erscheinungsbild war das Duo im Hintergrund — Karl-H. Remy und Walther Niemann — verantwortlich. Just another Boyband also?

Jammerschade, dass sich Remy und Niemann nicht äußern wollten, mit ihren Kommentaren hätte der Film noch deutlich erhellender werden können. So zeichnet er immerhin ein interessantes Bild von der Subkultur der US-Soldaten im Nachkriegsdeutschland und hat hinreißende Bilder aus dem Beat-Club, wo eine hilflos zappelnde deutsche Vorzeigejugend versucht, zum Krachsound der Monks das Tanzbein zu schwingen.
 
 

The Yes Men von Dan Ollman, Sarah Price und Chris Smith begleitet ein paar Mitglieder der Aktivistengruppe The Yes Men bei der Vorbereitung und Durchführung ihrer globalisierungskritischen Aktionen. Gleichermaßen subversiv wie witzig, erinnern diese aufwendig geplanten satirischen Einsätze ein wenig an die ein oder andere Titanic-Aktion. Mit Hilfe einer täuschend echten Fake-Website geraten die Yes Men an Einladungen zu hochkarätigen Wirtschaftstreffen oder Fernsehinterviews, wo sie dann im seriösen Outfit haarsträubende Vorträge halten können und so die Schwächen der globalen Wirtschaftspolitik aufzudecken versuchen. Bis auf ein paar Längen gegen Ende macht das sehr viel Spaß und lädt dazu ein, hier oder da zu stöbern und mehr Yes-Men-Aktionen nachzuverfolgen.

Im Kino: Be Kind Rewind (Abgedreht)

Was war das doch für eine wunderbare, höchst vielversprechende Idee: Michel Gondry dreht einen Film, in dem es ums Selber-Nachdrehen von Filmen geht. Die Vorfreude war groß, die Trailer sahen gut aus — der Film selber enttäuscht dann aber ein bisschen.

Be Kind Rewind erzählt von einer runtergekommenen, alten Videothek, die noch VHS-Tapes verleiht. Der alte Chef des Ladens (Danny Glover) spioniert bei der Konkurrenz, um neue Ideen zu finden, während sein junger Angestellter Mike (Mos Def) die Geschäfte führt. Dessen Kumpel Jerry (Jack Black) ein Spinner vor dem Herrn, hat sich bei einer nächtlichen Guerilla-Aktion magnetisch aufgeladen und löscht aus Versehen alle Videobänder. Als am nächsten Tag eine Kundin Ghostbusters ausleihen möchte, beschließen sie, eine eigene Quick-and-Dirty-Version zu drehen. Es dauert nicht lange, und die selbstgemachten Kurzversionen werden zum Kult bei den Kunden, die immer mehr Nachschub verlangen. Laut Jerry und Mike werden sie extra in Schweden hergestellt, es sind also “sweded movies”.

Am meisten Spaß macht der Film selbstverständlich in den Sequenzen, in denen geschwedet wird. Michel Gondry ist ein Freund handgemachter Spezialeffekte und es ist wunderbar, seine liebenswert billigen Ideen zu sehen: Als Blutlache dient eine Pizza, ein Spielteppich für Kinder dient als Stadtansicht von oben, und Nachtaufnahmen macht man einfach mit der Negativ-Funktion der Videokamera — wobei man vorher die Gesichter auf den Kopierer legen muss, damit die nicht auch negativ sind. Bei diesen Spinnereien ist Gondry ganz bei sich, allerdings weiß er auch, dass eine Aneinanderkettung solcher Szenen noch keinen Film ergibt. Und dieser, um die schöne Grundidee herumgestrickte Film ist teils Komödie, teils Märchen.

Zu Beginn soll es eher eine Komödie sein, Jack Black darf hemmungslos Jack Black sein (was ziemlich schnell nervt), aber für eine gute Komödie fehlen einfach die Gags und Lacher. Später wandelt sich der Film dann in ein Sozial-Märchen: Die Videothek ist vom Abriss bedroht, es fehlt dringend an Geld und der Sweded-Boom verspricht die Rettung. Als dann die Filmindustrie auf ihrem Copyrights beharrt und einen Strich durch diese Rechnung macht, drehen Jerry und Mike stattdessen eine Fake-Dokumentation über den Jazz-Sänger Fats Waller, das Idol des Videothekenchefs. Ein Film, der das ganze Viertel vereint und für große Harmonie sorgt. Das hat durchaus etwas Anrührendes, ist aber für meinen Geschmack so geradlinig und überraschungsarm umgesetzt, dass man sehr schnell ahnt, wie der Film wohl ausgeht. Nennt mich einen herzlosen zynischen Bastard, aber das war mir einfach zu rührselig.

Mir hat einfach ein wenig der Biss gefehlt, ein paar Ecken und Kanten. Zwischendurch blitzt das mal kurz auf, wenn Danny Glover feststellt, dass moderne Videotheken nur noch zwei Genres anbieten (Country und Western Action und Comedy) und zwar viele Kopien, aber keine Vielfalt bieten. Und besonders dann, wenn Sigourney Weaver als böse Vertreterin der Filmindustrie den Laden entert. Ansonsten aber war mir der Film zu brav und zu lieb und allzusehr einer guten alten Zeit hinterherschwärmend, die so toll ja nun auch nicht war (Was ist denn so prima an VHS?).

Immerhin hat Be Kind Rewind einen kleinen Trend losgetreten, denn weltweit wird fleißig gesweded und man kann etliche Abende damit verbringen, sich im Netz nette Heimversionen großer Filmklassiker anzusehen. Am besten startet man hier.

PS: Abgedreht geht als deutscher Titel so halbwegs in Ordnung. Sei cool und spul hätte ich aber doch besser gefunden.

Trailerschau für Filmstarts vom 8.5.

14 neue Filme. Uff.

Im Kino sehen:
Speed Racer: Die quietschbunte Irrsinns-Verfilmung des japanischen Anime-/Manga-Hits ist bestimmt strunzblöd, aber einen gewissen Reiz übt diese durchgeknallte Lollipop-Optik schon auf mich aus. Vielleicht doch im Kino gucken? Aber welche Drogen mitnehmen?

Auf die DVD warten:
Freischwimmer: Gut besetzter Psychothriller mit schicken Bildern, das hat man ja nicht oft aus Deutschland. Dann noch die Tagline “Ein böses Märchen” und schon bin ich interessiert.

Ben X: Belgischer Film über einen semi-autistischen Jugendlichen, der sich in der Welt des Online-Rollenspiels Archlord am wohlsten fühlt. Sieht vielversprechend aus.

Draußen bleiben: Erinnerst erstmal stark an Prinzessinnenbad – auch diese Doku beobachtet junge Migrantinnen, diesmal in München. Der Schwerpunkt liegt hier aber wohl eher auf dem unsicheren Flüchtlingsstatus der Mädchen. Mit Sicherheit sehenswert.

[•REC]: Gewinnt schon mal den Preis für den Sonderzeichen-trächtigsten Film des Jahres. Spanischer Horror mit dem Pseudo-Doku-Trick, den man von Blair Witch oder Cloverfield kennt, nur diesmal mit Zombies. Wird interessant im Vergleich mit dem neuen Film von Altmeister Romero, der in Diary of the Dead ähnlich an das Thema rangeht. Und an die Macher des deutschen Trailers: Hey, ich will Bilder aus dem Film sehen, keine mit Nachtsichtgerät abgefilmten Zuschauer!

Vielleicht mal im Fernsehen:
Badland: Sehr bitterer Film über einen vom Krieg völlig zerstörten Irakkriegsveteranen. Der Terrence-Malick-Film mit S hintendran ist wahrscheinlich der bessere.

Nichts geht mehr: Hier geht’s mal wieder um eine Gruppe junger Nachwuchsrevoluzzer. Hatten wir auch schon öfter.

Bird’s Nest – Herzog und De Meuron in China: Doku übers neue Olympiastadion in Peking.

Muss nicht sein:
What Happens in Vegas (Love Vegas): Mainstream-Beziehungskomödie mit Cameron Diaz und Langweiler Ashton Kutcher als unfreiwilliges Ehepaar.

Savage Grace (Wilde Unschuld): Der deutsche Titel klingt wie ein Softporno im Spätprogramm von Das Vierte, es handelt sich aber um ein komplexes Drama, das in der Upper Class spielt und mich trotz Julianne Moore nicht so recht zu interessieren vermag.

10 Questions for the Dalai Lama (10 Fragen an den Dalai Lama): Tibet und der Schmunzelpapst sind ein gut gehendes Thema, so dass sich solche Filme wirtschaftlich durchaus rechnen dürften. Ich selber kann mit dem ganzen Hype allerdings nicht viel anfangen.

120: Türkisches Drama zur Zeit des Ersten Weltkriegs, das der film-dienst als “Nationalepos mit opfermythischem Pathos” beschreibt.

Karo und der liebe Gott: Österreichischer Kinderfilm, in dem ein Mädchen mit Gott kommunziert, der sich als alter Penner entpuppt.

Trigger (Rettet Trigger!): Mädchenfilm mit Pferden. Wieher.

Iberer sind fairer

Solche Szenen wie die aus Spanien würde ich in der Bundesliga auch gerne mal sehen:

1. Die Mannschaft von Barcelona steht Spalier für den frischgebackenen Meister Real Madrid:

(Direktlink)

2. Levante streikt wegen ausstehender Spielergehälter und der Gegner La Coruna spielt äußerst fair mit:

(Direktlink)

Im Kino: Fleisch ist mein Gemüse

Heinz Strunks autobiographisches Buch über eine “Landjugend mit Musik”, über das Aufwachsen mit kranker Mutter und Akne im Gesicht, und über Glanz und Elend des Muckertums in unsäglichen Tanzkapellen, zeichnet sich durch eine ganz eigene Mischung aus tiefer Tragik und groteskem Humor aus. Die Filmadaption von Fleisch ist mein Gemüse, von einem Regisseur, in dessen Filmographie sich überwiegend TV-Serienkost befindet, hätte ein Desaster werden können. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht geworden. Meine Befürchtung, dass man aus dem Buch einen Gaudifilm machen und die tragischen Szenen mehr oder weniger streichen würde, ist nicht eingetreten. Nein, die Verfilmung bleibt der Vorlage sehr treu, und das ist vielleicht auch ein bisschen ihr Problem. Denn was im Buch perfekt funktioniert — viele kleine, für sich stehende Episoden — führt im Film zu einer eher zusammenhanglos wirkenden Abfolge von Szenen, die sich nicht so recht zu einem großen Ganzen fügen wollen.

Innerhalb dieser Einzelszenen funktioniert der Film prima. Er schafft es, den Kleinbürgermuff der 80er-Jahre-BRD so darzustellen, dass er zwar leicht überzeichnet, aber trotzdem glaubwürdig wirkt. Klar, dass sich die Kamera an schlechten Tapeten, schlechten Frisuren und schlechten Klamotten ergötzt, aber das gehört halt dazu. Es gibt sehr schöne kleine Miniaturen, etwa der verkorkste Auftritt von Schlagerstar Oliver Bendt oder der nette Cameo von Strunks Studio-Braun-Kollegen beim Schützenfest. Maxim Mehmet als Heinzer macht seine Sache nicht schlecht, genauso wie Susanne Lothar als seine Mutter und Livia S. Reinhard als depressive Nachbarin. Die Glanzpunkte setzen aber andere: Andreas Schmidt (der Brummifahrer aus Sommer vorm Balkon) bewegt sich als Bandleader Gurki mit Minipli und Schnauzer zwar gefährlich nahe am Overacting, bringt die Rolle aber so auf die Leinwand, wie sie im Buch beschrieben ist, und es macht einen Riesenspaß, ihm dabei zuzusehen. Ganz und gar umgehauen hat mich Anna Fischer als Nachwuchssängerin Jette, die in einer recht klischeebeladenen Rolle voll und ganz überzeugt und mit einer Präsenz und Energie zu Werke geht, die man leider viel zu selten sieht. Geil abgeliefert, wie Gurki sagen würde.

Die Jette-Episode mündet in ein Happy End, das es im Buch nicht gibt und das leider unpassend und aufgesetzt wirkt, auch durch seine durch und durch übertriebene Inszenierung im Hauptquartier einer Plattenfirma. Das Lakonische und Ehrliche, das Bittere und Radikale des Buches, das im Film zumindest stellenweise erhalten blieb, geht mit der Schlussszene komplett verloren. Kein kompletter Reinfall also, aber keine gleichwertige Alternative zum Buch. Und die Entscheidung, eine Soundtrack-CD zu veröffentlichen, die all die gruselige Schlagermucke enthält, über die Strunk im Buch so böse herzieht, die muss mir auch nochmal jemand erklären.

Trailerschau für Filmstarts vom 1.5.

Bevor ich zu den Filmstarts der Woche komme, sei auf das schöne Blog In der Kinoprovinz hingewiesen. Die Kinoprovinz heißt Hamburg, der Blogger heißt Gunnar, und er bloggt genau einmal die Woche, immer donnerstags. Dann stellt er die neuen Filme vor, die in Hamburg starten und die, die in der kommenden Woche im Fernsehen laufen. Das ganze in einem wunderbar persönlichen, leicht schnoddrigen Tonfall. Auch für Nichthamburger bookmarkenswert bzw. feedabonnierenswert.

Im Kino sehen:
Iron Man: Ich habe einen Soft Spot für Superheldenfilme und dieser hier soll den meisten Kritiken nach sogar sehr gut sein. Robert Downey jr. ist Tony Stark ist der Iron Man. Und Jeff Bridges spielt auch mit. Freu ich mich drauf!

Auf die DVD warten:
Glue: Wilde Jugend in Argentinien, musikalisch begleitet von den Violent Femmes. Sieht ganz gut aus.

Vielleicht mal im Fernsehen:
1. Mai: Der Episodenfilm erzählt kleine Geschichten am Rande der Berliner 1.-Mai-Rituale. Sieht ziemlich unterhaltsam aus und hat ein geniales Startdatum.

Was am Ende zählt: Ein Mädchen haut von zuhause ab, findet eine neue beste Freundin, wird später schwanger. Deutsche Sozialdramen können ja furchtbar anstrengend sein, aber mit frischen und glaubhaften Darstellern wie hier könnte das durchaus sehenswert sein.

Wesele (Eine Hochzeit und andere Kuriositäten): Hochzeitsfilm aus Polen mit einem spröden Charme, der mir sehr sehr viel lieber ist als die glatten Mainstream-RomComs zum gleichen Thema (siehe weiter unten).

Muss nicht sein:
Memory Books: Deutsche Doku über aidskranke Mütter in Uganda, die kleine Büchlein für ihre Kinder schreiben. Mich stört da ein bisschen der über-einfühlsame Ton.

Ekkelins Knecht: Fränkisches Low-Budget-Projekt, das eine mittelalterliche Rittergeschichte erzählt. Ein ehrenwertes Unterfangen, das aber halt doch ziemlich nach Amateurfilm aussieht.

Die roten Drachen und das Dach der Welt: Deutsche Doku, die sich klar auf eine Seite stellt: Tibet gut, China böse, Dalai Lama super.

Urmel voll in Fahrt: Deutsche Computeranimation, die auf altbekannte Figuren und allzu bekannte Comedians als Synchronstimmen setzt. Quietschebunt und piepegal.

Wedding Daze (Blind Wedding): Es gibt nur ein Genre, das schlimmer ist schlimmer als RomComs: Hochzeits-RomComs. Wäh!

Über kurz oder lang

Jetzt grade im Fernsehen:

(Screenshot von tvmovie.de)