Trailerschau für Filmstarts vom 2.10.

Im Kino sehen:
Burn After Reading (Burn after Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?): Hurra, nach nur wenigen Monaten schon wieder ein neuer Coen-Film, diesmal wieder eher was Lustiges. Mit großartiger Bestzung und einem staubtrockenen Trailer, der richtig Lust auf den Film macht, auch wenn man keine Ahnung hat, worum’s eigentlich geht.

Young@Heart: Doku über den tollen Seniorenchor, der mit einer Rock’n’Roll-Show auf Tour geht. Stellenweise akute Kitschgefahr, aber hey: 90jährige singen „I wanna be sedated“ — wen sowas nicht anrührt, der hat kein Herz.

Heimatkunde: Die Titanic kommt ins Kino! Martin Sonneborn auf Entdeckungsreise in der Zone. Das Projekt begann als Videokolumne in der SpOn-Satireecke SPAM.

Auf die DVD warten:
Etz Limon (Lemon Tree): Ein israelischer Film, der sich dem Nahostkonflikt auf satirische Weise nähert und dem das auch ganz gut zu gelingen scheint.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Ea’adat Khalq (Recycle): Dokumentarfilm aus Jordanien, der einen gläubigen Moslem in der Stadt Sarka in seinem Alltag begleitet.

Berlin Calling: Berühmter DJ landet in der Drogenklinik und sinnt über sein extremes Leben nach. Warum nicht, aber vielleicht doch eher was fürs Fernsehen.

Muss nicht sein:
Barakat!: Algerischer, nunja, Frauenfilm, der vor dem Hintergrund des algerischen Bürgerkriegs spielt. Für Freunde des engagierten Politkinos (zu denen ich mich nicht so sehr zähle).

10 Sekunden: Gut besetztes Episodendrama, das fiktional durchspielt, was nach dem Flugzeugzusammenprall am Bodensee 2002 mit den Beteiligten passiert sein könnte. Der film-dienst spricht in seinem Verriss von einem „als großes Gefühlskino angelegten TV-Movie“.

The Love Guru (Der Love Guru): Mike Myers, der früher eigentlich mal recht witzig war, erspielt sich als indischer Guru für Liebesangelegenheiten sagenhafte 14% auf dem Tomatometer. Dem film-dienst hat der Film allerdings gut gefallen.

Süper-Ajan K9 (Super-Agent K9): Myers‘ Zoten sind jedoch subtil und feinfühlig gegen das, was diese türkische Agenten-„Parodie“ im Trailer auffährt. Himmel, ist das der türkische Humor?

Far Cry: Die nächste Videospiel-Verfilmung von Fließband-Trash-Regisseur Uwe Boll. Diesmal noch schlimmer: Die Hauptrolle spielt Til Schweiger. Ich empfehle den Verriss des Wortvogels.

 

2 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 2.10.

  1. Burn After Reading hat mir gut gefallen. Gerade die Schlußszene. Absurdistan läßt grüßen! Bleibt aber hinter Fargo, No Country for Old Men oder Oh Brother were art thou? ein wenig zurück.

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