Im Kino sehen:
Let’s make Money: Ein besseres Timing hätte es nicht geben können. Vom Frisör bis zum Bundespräsident spricht jeder über die so-called Finanzkrise, und hier ist der Film dazu. Let’s make Money versucht, die Zusammenhänge der Weltwirtschaft zu erklären. Was vielleicht ein bisschen viel Ambition für einen Dokumentarfilm ist. Regisseur Erwin Wagenhofer hat aber mit dem sehenswerten We Feed the World schon gezeigt, wie man durch das Beleuchten einzelner Schlaglichter zumindest ein paar Gedankengänge übers große Ganze auslösen kann.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Mein Freund aus Faro: Teenager-Mädchen Jenny verliebt sich in einen Jungen, der gar kein Junge ist. Ein deutscher Debütfilm, der vielleicht gar nicht mal schlecht ist. Dass man im Marketing so penentrant auf Boys Don’t Cry verweist, hätte aber echt nicht sein müssen.

Mirrors: Wieder mal ein US-Remake eines asiatischen Gruselfilms, wobei dieser Film von Alexandra Aja eine ziemlich freie Adaption des Originals sein soll. Kiefer Sutherland gibt einen alkoholkranken Ex-Cop, der als Nachtwächter arbeitet und Angst vor Spiegeln bekommt. Naja, irgendein Horrorfilm muss ja zu Halloween im Kino laufen.

Botero – Born in Medellin: Ein Film über den Maler und Bildhauer Fernando Botero — der, bei dem alles so rund und knubbelig ist.

Muss nicht sein:
Bienvenue chez les Ch’tis (Willkommen bei den Sch’tis): Der Über-Blockbuster aus Frankreich, der hauptsächlich auf Regional- und Dialekt-Humor baut. Beides Dinge, die sich eher schlecht exportieren lassen. Wenn überhaupt, dann kann das nur im Original funktionieren. Aber natürlich hat man ihn fürs deutsche Kino synchronisiert (und wirbt mit einem prominenten Sprecher). Die Gags mit dem SCH statt S kenne ich aber alle schon aus Asterix und der Avernerschild.

Dalai Lama Renaissance: Wieviele Filme gibt’s denn inzwischen schon über Herrn Lama? Ist das nicht irgendwann mal genug?