Auf DVD: Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer

Mann, was bin ich froh, den nicht für teures Geld im Kino gesehen zu haben. Das Sequel zum keineswegs genialen, aber immerhin recht unterhaltsamen Fantastic Four ist ein überaus belangloses, extrem glattes Stück Popcornkino, dem man in jeder Minute anmerkt, dass es für eine Zielgruppe um die 10 Jahre geschrieben wurde und peinlich darauf bedacht ist, nur ja niemanden zu überfordern.

Die Digitalanimation des Silver Surfers ist gut gelungen, der Quecksilbertyp sieht ganz schick aus. Das war aber auch das einzige, wo man sich hier Mühe gegeben hat. Die Fantastischen Vier hampeln sich durch einen lieblos heruntergeschriebenen Plot, in dem ein bisschen geheiratet werden darf, der Silver Surfer die Welt bedroht, der wahre Fiesling aber eben dann doch wieder Dr. Doom ist. Ansonsten gibt es die aus Teil 1 bekannten Soap-Elemente, die zwar ganz nett, aber doch auch unendlich flach ausgefallen sind. Originelles, Überraschendes oder etwas, was auch nur ein klein bisschen an der Oberfläche kratzt, sucht man hier vergeblich.

Für den Comic-Geek bleibt hier immerhin der obligatorische Gastauftritt von Stan Lee, der diesmal keinen Gärtner, Pförtner oder Hausmeister spielt, sondern einfach Stan Lee. Dass sich die Macher entschieden haben, Galaktus, den Weltenverschlinger, nicht als konkrete Figur darzustellen, sondern als diffuses Wolkengebilde, ist einerseits verständlich (ein riesenhafter Typ mit einer quietschrosa Gieskanne auf dem Kopf würde ja doch irgendwie seltsam aussehen), andererseits ist es doch auch jammerschade. Ich geh mir jetzt nochmal den original Lee/Kirby-Comic um den Silver Surfer durchlesen, der macht deutlich mehr Spaß als dieser Film.

 

2 Gedanken zu „Auf DVD: Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer

  1. Da gibt es nichts hinzuzufügen. Habe den neulich gesehen. Vom Drehbuch bis hin zu den Darstellern. Ein lustlose Aneinanderreihung von bunten Comicbildchen….

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