Trailerschau für Filmstarts vom 13.11.

Auf die DVD warten:
Il y a longtemps que je t’aime (So viele Jahre liebe ich Dich): Puh, das sieht anstrengend und alles andere als spaßig aus, dürfte aber sehenswert sein: Kristin Scott Thomas als eine Frau, die nach vielen Jahren Gefängnis bei ihrer Schwester einzieht und einige dunkle Geheimnisse mit sich herumträgt. Vom Feuilleton schwer gelobt.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Im Winter ein Jahr: Der neue Film von Caroline Link mit interessanter Besetzung (Josef Bierbichler!). Bei mir hält sich jedoch die Lust auf „das Psychogramm einer komplexen Familie“ (Selbstbeschreibung) in Grenzen.

Der Generalmanager oder How to sell a Tit Wonder: Doku über den Typen, der das Silkonungetüm Lolo Ferrari vermarktet hat und sich nach deren Tod ein neues Busenwunder suchen musste. Der Film mag als Einblick in die schmierige Welt der Boulevard-Erotik ganz interessant sein, gewinnt aber, wenn man den wenigen Rezensionen glaubt, zu wenig Abstand zu diesem Milieu und bedient letztlich den gleichen Voyeurismus wie seine Protagonisten.

Gargandi Snilld (Screaming Masterpiece): Ein Porträt der (Indie-) Popmusikszene von Island, mit ziemlich viel großartiger Musik. Hierzulande mit arger Verspätung in ein paar Kinos zu sehen. Der Film stammt aus dem Jahr 2005 und ist längst auf DVD zu haben.

Frohe Zukunft: Die Doku porträtiert mehrere Familien aus der Ex-DDR und zeigt, wie die Wende deren Leben verändert hat. Auch kein ganz neues Konzept. Dem Trailer nach zu urteilen ein sehr leiser, langsamer und trauriger Film.

Muss nicht sein:
33 sceny z zycia (33 Szenen aus dem Leben): Polnisch-deutscher Film mit Julia Jentsch in der Hauptrolle. Die Sorte von Film, in der immer besonders intensiv gelebt, also die ganze Zeit abwechselnd geliebt, gestritten, getrauert, geschrien, gelitten, getanzt, geschlagen und gefeiert wird. Wenn man sowas mag, bestimmt keine schlechte Wahl.

Egoïste – Lotti Latrous: Lotti Latrous stammt aus der Schweiz und lebt in den Slums von Abidjan (Elfenbeinküste), wo sie mehrere wohltätige Einrichtungen gegründet hat. Sicher sehr ehren- und bewundenswert, aber der pathetische Tonfall des Trailers und die Sprache auf der Website („Die Liebe ihres Lebens, eine Liebe, die in ihrer Großzügigkeit und ihrem Respekt füreinander wohl einzigartig ist.“) geht mir trotzdem auf den Sack.

De Brief voor de Koning (Der Brief für den König): Jugendbuchverfilmung aus den Niederlanden, mit Rittern und Reitern, Schwertern und Schwüren, aber ohne Drachen, Zauberer und Elfen. Hätte mir also circa 10jähriger bestimmt gut gefallen.

Sounds of Fear: Very-Low-Budget-Produktion aus Deutschland, ein Thriller, der nach sehr billigen TV-Filmen aussieht. Irgendwie freut man sich ja immer, wenn es solche Selbstgemacht-Produktionen ins Kino schaffen. Wirklich gut ist das dann aber meistens nicht.

88 – Pilgern auf japanisch: Der deutsche Gerald Koll ist einen japanischen Pilgerweg gegangen und hatte eine Kamera dabei. Das wid die Esoterik-Freunde freuen: Das Sinnsucher-Trendthema Pilgern trifft das Sinnsucher-Trendthema Buddhismus.

The Accidental Husband (Zufällig verheiratet): RomCom vom Reißbrett, mit Uma Thurman und Colin Firth.

1968 Tunnel Rats: Der Mann, der schneller filmt als sein Schatten: Schon wieder ein Uwe-Boll-Film. Erstaunlich finde ich nur, dass die Filme tatsächlich alle ins Kino kommen. Diesmal dient kein Videospiel als Vorlage, dies ist vielmehr Bolls Version eines Vietnam-Kriegsfilms.

Avanak Kuzenler: Deppenhumor auf Türkisch.