Trailerschau für Filmstarts vom 20.11.

Auf die DVD warten:
The Strangers: Altmodischer Horrorfilm mit Liv Tyler, der das Genre weiß Gott nicht neu erfindet, mit etwas Glück aber ein solider Grusler sein könnte. Beim Fantasy Filmfest kam er ganz gut an. Noch besser soll aber der französische Ils sein, der hier wohl mehr oder weniger lose als Inspiration diente.

Body of Lies (Der Mann, der niemals lebte ): Der neue Ridley Scott, mit Leo Di Caprio und Russell Crowe. Ein Politthriller im „War on Terror“. Sieht an sich recht schick aus, die Kritiker sehen den Film eher skeptisch. Pöni zum Beispiel fand ihn nicht gut.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Novemberkind: Eine junge Frau (Anna-Maria Mühe) sucht nach ihrer totgeglaubten Mutter und arbeitet dabei sowohl ihre persönliche als auch deutsch-deutsche Vergangenheit auf. Wird vom Feuilleton gelobt, sieht aber, wie so viele deutsche Filme, mächtig spröde aus.

Palermo Shooting: Was an Wim Wenders eigentlich so toll sein soll, muss mir auch mal jemand erklären. In seinem neuen Film darf Hosen-Sänger Campino einen Fotografen spielen und Dennis Hopper den Tod.

Ich gehe jetzt rein: Aysun Bademsoy hat in den 90ern zwei Filme über ein türkisches Mädchenfußballteam in Berlin gemacht und besucht 10 Jahre später die Mädchen von damals wieder.

Muss nicht sein:
Brideshead Revisited (Wiedersehen mit Brideshead): Britische Literaturverfilmung mit üppigen Bildern aus der Upper Class der 20er Jahre. Nicht meine Tasse Bier.

Baby Mama: Schwangerschaftskomödie über Leihmutterschaft. Für alle denen der (wirklich gute) Handlungsstrang zu diesem Thema bei Six Feet Under zu intellektuell war.

The Meerkats (Wächter der Wüste): Die niiiieedlichen Erdmännchen! Tolle Tieraufnahmen, die leider von einem Off-Kommentar zugetextet werden und eine menschelnde Pseudo-Story erzählen müssen, was schon bei der Reise der Pinguine ärgerlicherweise gut funktioniert hat.

Max Payne: Waffenporno mit Mark Wahlberg, die Verfilmung des sehr erfolgreichen Videospiels. Satte 18 % auf dem Tomatometer.

Comeback: Die Doku begleitet einen nicht mehr ganz jungen Boxer aus München beim Versuch eines Comebacks und kann nicht drauf verzichten, ihn beim Training in den USA eine gewisse berühmte Treppe hochjoggen zu lassen. Anyway, die andauernde Faszination des Kinos für den Boxsport wird mir auf ewig fremd bleiben.

Buddhistische Stille: Hat mal jemand mitgezählt, wie viele Filme es in den letzten Monaten gab, in denen der Dalai Lama zumindest am Rande auftauchte? Das wird langsam ein eigenes Genre.

Osmanli Cumhuriyeti (Die Osmanische Republik): Ziemlich alberne türkische Politsatire, die von der Frage ausgeht, was geschehen wäre, wenn Kemal Atatürk als Kind vom Baum gefallen wäre.