Trailerschau für Filmstarts vom 27.11.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Caótica Ana: Wow, ich habe den Trailer gesehen, ohne vorher irgendwas von dem Film zu wissen, und ich muss sagen, das macht mich erstmal sprachlos. Könnte allerdings sein, dass Julio Medem hier ein bisschen zu viel will. Langweilig ist dieser Mix aus Poesie, Esoterik, Surrealismus und Künstler-Story bestimmt nicht, eventuell aber anstrengend, überladen und wirr. Möglicherweise der sehenswerteste Film der Woche, vielleicht aber auch das Gegenteil.

It’s a Free World: Kapitalismuskritik von Ken Loach: Eine Frau aus der Arbeiterklasse gründet eine Arbeitsvermittlung und hat vor allem damit Erfolg, dass sie illegale EInwanderer ausbeutet. Die Filmkritiker spenden viel Lob.

Heinz und Fred: Heinz und Fred, das sind ein Vater und sein Sohn, die in ländlicher Umgebung im Harz leben und ihr Leben dem Basteln und Herumschrauben an allem widmen, was einen Motor hat und aus Blech ist. Sieht nach einer sehr warmherzigen und netten Doku aus.

How to Lose Friends & Alienate People (New York für Anfänger): Komödie mit Simon Pegg, Jeff Bridges und Kirsten Dunst, die auf den Memoiren von Toby Young basiert, einem Engländer, der nach New York ging und dort bei der Vanity Fair arbeitete. Wird manchmal als die „männliche Ausgabe“ von The Devil Wears Prada beschrieben, scheint aber nicht besonders gelungen und vor allem viel zu zahm zu sein. Auf dem Tomatometer jedenfalls reichte es nur für 38%. Der deutsche Titel hat mal wieder eine kräftige Watschn verdient.

Der Weg nach Mekka — Die Reise des Muhammad Asad: Ein Portrait von Muhammad Asad, 1900 in Lemberg als Jude geboren und später in Wien lebend, der in den 20er Jahren zum Islam konvertierte und nach Indien ging. Eher Spurensuche als klassische Biographie – vermutlich nicht uninteressant.

Pazar – Bir Ticaret Masali (Pazar – Der Markt): Eine „tragische Handelskomödie“ aus der Türkei, die eigentlich ziemlich symapthisch aussieht, in der aber leider auch viel gesungen wird, wie es scheint.

Muss nicht sein:
Wonderful Town: Einer dieser Trailer, die um keinen Preis der Welt auch nur ein Fitzelchen davon verraten, worum es im Film eigentlich gehen soll. Damit auch direkt weiß: Kunst. Es handelt sich wohl um eine thailändische Liebesgeschichte, die kurz nach dem Tsunami von 2004 spielt.

Death Race: Jason Statham in einem Remake der alten Trashgranate mit dem schönen deutschen Titel Frankensteins Todesrennen. Regie führt Paul W.S. Anderson, der schon Heuler wie AVP, Resident Evil und Mortal Kombat fabriziert hat. Ein Fäuste-Waffen-und-Auto-Porno für heranwachsende Jungmänner, die sowas bestimmt endgeil finden.

Faubourg 36 (Paris, Paris – Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück): Mit Die Kinder des Monsieur Mathieu landete Christophe Barratier einen Hit beim gesetzten Arthouse-Publikum. Das freut sich vielleicht auch über seinen neuen Film, der die gute alte Zeit des Pariser Varietés beschwört und in dem auch gesungen und getanzt wird.