Trailerschau für Filmstarts vom 18.12.

Im Kino sehen:
O’Horten: Neues vom norwegischen Regisseur Bent Hamer, der vor ein paar Jahren den bezaubernden Kitchen Stories gemacht hat. Diesmal erzählt er von einem Lokführer der nach langer Dienstzeit in Rente geht. Skurille Käuze aus Skandinavien, sowas mag ich. Eignet sich bestimmt gut für einen gemütlichen Kinoabend „zwischen den Jahren“.

Auf die DVD warten:
Lakeview Terrace: Böser Nachbar (Samuel L. Jackson) hat was gegen das neu zugezogene Pärchen (sie ist Schwarze, er ist Weißer) und will sie loswerden. Klingt nach einem Standard-Thriller-Plot, gewinnt aber zusätzlichen Reiz durch das Spiel mit Rassen- und Rassismus-Klischees.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Little Paris: Der Pressetext klingt ganz fürchterlich:

Luna träumt vom Tanzen und wird dafür den größten Schritt ihres Lebens machen müssen. […] Als der geheimnisvolle Tänzer G auftaucht, bringt er mit seinen erotischen Vibes und Moves Bewegung in das Leben der kleinen Stadt. […] Gemeinsam beginnen sie für ein Casting im PINK PALACE, einer Großraumdisco, zu trainieren. Gewinn: Die Teilnahme bei einem Dance Contest in Berlin mit Aussicht auf ein Engagement in einem Musikvideo.

Der Look des Trailers ist dann aber doch ganz anders und lässt hoffen, dass es sich hier nicht um ein Rührstück für junge Mädchen handelt. Es ist wohl eher die „Kleines Fernsehspiel“-Variante davon.

Muss nicht sein:
Un Secret (Ein Geheimnis): Französische Romanverfilmung über ein Einzelkind, das sich einen imaginären Bruder erfunden hat und später feststellt, dass es tatsächlich einen Bruder hatte. Der starb, wie seine Mutter, im KZ. So entspinnt sich nach und nach eine tragische Liebesgeschichte im Holocaust. Drama mit Anspruch, von den Kritikern überwiegend gelobt. Nix für mich, aber wer sowas mag, ist hier sicher ganz gut bedient.

Fly Me to the Moon 3D: Computeranimationsfilm aus Belgien: Drei Stubenfliegen als blinde Passagiere bei der Apollo-11-Mondmission. Im Kino ausschließlich in 3D zu sehen. Und in der 3D-Optik dürfte auch der stärkste Reiz des Films liegen, der ansonsten wohl eher ein harmloses Späßchen für Kids ist.

Wild Child: Teeniefilm, das zum x-ten Male das bewährte Fish-out-of-water-Prinzip bemüht: Verzogenes reiches amerikanisches Töchterchen treibt es zu bunt und muss zur Strafe in ein englisches Internat. Verzichtet angenehmerweise auf allzu platten Pubertätshumor, originell ist trotzdem was anderes.

1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde: Mit großer Sicherheit vollkommen unterirdischer Kasperle-Film mit Til Schweiger und ganz vielen sogenannten Promis. Fürchterlich.