Kino 2008, rückblickend.

Wie schon im Vorjahr und im Vorvorjahr: Ein Fragebogen, diesmal ergänzt um die Kategorie „Abspann des Jahres“.

Anzahl Kinobesuche 2008: 29. Exakt die gleiche Zahl wie im Jahr zuvor!

Den hätte ich gerne im Kino gesehen: Dr. Horrible’s Sing-Along Blog von Joss Whedon. Herrliches Filmchen, eigentlich viel zu schade für das kleine Fenster aufm PC.

Den hätte ich lieber nicht gesehen: Eine komplett ungenießbare Gurke blieb mir dieses Jahr erspart, so ziemlich am miesesten war wahrscheinlich doch Indy IV.

Quälendste Filmminute: Die abschließende Realfilm-Sequenz in Waltz With Bashir. Schluck.

Entzückendste Filmminute: Einige entzückende Minuten gab es in Be Kind, Rewind. Immer dann, wenn man die geschwedeten Filme sah. Entzückende Stellen hatten auch Wall-E, Hellboy II, Once, Sweeney Todd und O’Horten.

Freudigste Entdeckung: Juno. Indie kann auch Mainstream sein, das Publikum ist nicht zu blöd für smarte Dialoge. Bin gespannt, was wir von Diablo Cody noch zu sehen bekommen.

Abspann des Jahres: Tropic Thunder mit dem tanzenden Tom Cruise:

… übrigens kongenial imitiert neulich bei Switch Reloaded:

Die DVD-Veröffentlichung des Jahres: Nicht der ganz große Reißer, aber schön, dass es wieder da ist: Futurama mit Direct-to-DVD-Filmen.

Leider hierzulande ziemlich untergegangen: Son of Rambow. Wundervolle Liebeserklärung ans Filmemachen. Kam leider zwischen die Räder von Spätsommerwetter, Dark Knight und einer ungeschickten Vermarktung als Kinderfilm.

Überraschend gut: Iron Man. Mit der richtigen Mischung aus Augenzwinkern und Ernsthaftigkeit, getragen von einem grandiosen Haupt- und guten Nebendarstellern kann man aus einem Mittelklasse-Superhelden einen tollen Film machen. Neben Dark Knight der Actionfilm des Jahres.

Völlig überflüssig: Die Verfilmung von Fleisch ist mein Gemüse. TV-Ästhetik und ein blöder, aufgepfropfter Schluss. Schade.

Why the fucking Hype? All die Filme, die als quasi nationales Anliegen durch den Medienwald rauschen. Baader Meinhof und die Buddenbrooks, als nächstes dann Valkyrie.

Aus dem Film bin ich gegangen: Wie fast immer: aus keinem.

Aus dem Film hätte ich gehen sollen: Wie gesagt, im Kino hab ich keine totale Gurke gesehen. Der persönliche Shit-Sensor funktioniert.

Hier hätte ich gerne mitgewirkt: The Darjeeling Limited. In bunten Gewändern mit dem Zug durch Indien, stell ich mir ganz spaßig vor.

Knutschen würde ich gerne mit: Barcelona, äh nee, Cristina. Nein, eigentlich am liebsten mit Vicky.

Schönster Filmsatz: Der Schlussdialog in Burn After Reading:

CIA Superior: What did we learn, Palmer?
CIA Officer: I don’t know, sir.
CIA Superior: I don’t fuckin‘ know either. I guess we learned not to do it again.
CIA Officer: Yes, sir.
CIA Superior: I’m fucked if I know what we did.
CIA Officer: Yes, sir, it’s, uh, hard to say
CIA Superior: Jesus Fucking Christ.

Liebste Filmkritik: Mark Kermode erklärt, warum Mamma Mia! so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist:

Verfilmt werden sollte mal: Die Bartimaeus-Trilogie von Jonathan Stroud würde ich mir gerne im Kino ansehen. Aber vermutlich hat Hollywood (zu Recht) die Schnauze voll davon, immer wieder neue Fantasy-Franchises auszuprobieren, die in die Fußtapfen von LOTR und Harry P. treten sollen und kläglich scheitern.

Ich fürchte mich vor: Watchmen von Zack Snyder. Wird bestimmt schönes Augenfutter, wird der Comicvorlage aber niemals das Wasser reichen können. Es gibt einfach Dinge, die sollte man nicht verfilmen.

Ich freue mich auf: So einiges: zum Beispiel auf The Curious Case of Benjamin Button, Synecdoche, New York, Slumdog Millionaire, The Bruno Movie, Coraline und Monsters vs. Aliens

 

7 Gedanken zu „Kino 2008, rückblickend.

  1. Wollte Deinen Blog mal ausdrücklich loben, den ich mindestens wöchentlich anklicke, um auf dem Laufenden zu bleiben. Meine Lieblingsfilme 2008: „Schmetterling und Taucherglocke“, „There will be blood“, „Ben X“ und „So finster die Nacht“. Die ersten 30 Minuten von Wall-E waren ebenfalls großartig. Dass du aber Indy IV verteufelst, wundert mich arg. Egal, so muss das sein, kontrovers und konstruktiv. Dafür finde ich Wes Andersons Filme unkomisch und blasiert.
    Liebe Grüße aus Hamburg! C.S.

  2. Vielen Dank für das Lob! Indy IV will ich gar nicht verteufeln (siehe auch meine Rezension im Juni 08), aus meiner Sicht ist es halt rückblickend unter den überwiegend guten Filmen, die ich 2008 im Kino gesehen habe, derjenige, auf den ich am ehesten hätte verzichten können.

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