Trailerschau für Filmstarts vom 8.1.

Auf die DVD warten:
Warten auf Angelina: Die Angelina, auf die hier gewartet wird, ist tatsächlich die Jolie. Es geht um zwei Typen, die sich in einer Berliner Wohnung einnisten und darauf warten, dass Frau Jolie und Herr Pitt demnächst in der Nachbarschaft einziehen. Sehr sympathisches kleines Spaßprojekt, das Hans-Christoph Blumenberg (der zuletzt den ZDF-Flop Kanzleramt gemacht hatte), an den üblichen Mechanismen der Filmförderung vorbei, mal eben auf DV heruntergedreht hat. Könnte eine positive Überraschung sein.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Die Perlmutterfarbe: Das neueste Projekt vom bayerischen Vielfilmer Marcus H. Rosenmüller (sein sechster Film in zweieinhalb Jahren). Verfilmung eines Romans von Anna Maria Jokl aus dem Jahr 1937, der den schönen Untertitel „Ein Kinderroman für fast alle Leute“ trägt, wie üblich überwiegend auf bairisch gedreht. Hauptzielgruppe dürften hier eher Kinder und Eltern sein, aber ich sag mal so: Ein Film, in dem Josef Hader mitspielt, kann nicht ganz schlecht sein.

Alter und Schönheit: Vier Männer um die 50 (alle von prominenten deutschen Schauspielern verkörpert) und eine Frau, die vor langer Zeit gute Freunde waren, treffen sich wieder, als einer von ihnen im Sterben liegt. Wenn meine Generation diejenige ist, die nicht aus der Adoleszenz rauskommt, ist das hier die Generation, die nicht aus der Midlife-Crisis rauskommt. Gut möglich, dass es ganz vergnüglich ist, ihnen dabei zuzusehen.

Jerichow: Christian Petzold: Liebling des Feuilletons, mit Kritikerpreisen überhäuft. Ich kenne aber kaum jemanden, der seine Filme schaut, und ich gebe zu, ich hab auch erst einen gesehen. Sein neuer Film basiert lose auf The Postman Always Rings Twice und versetzt die Handlung in einen kleinen ostdeutschen Ort der Gegenwart. Anspruchsvolles Kino für Freunde der Berliner Schule.

Tau ming chong (The Warlords): Hongkong-Schlachtenepos mit Jet Li, das ausnahmsweise mal nicht im Mittlelalter, sondern erst 1870 spielt. Dem Trailer nach ein bisschen zu überladen mit Heroismus und so.

Muss nicht sein:
Seven Pounds (Sieben Leben): Der neue Film mit Will Smith, der ja neuerdings der Welt-Kassenmagnet Nr. 1 ist (was ich überhaupt nicht verstehen kann). Smith spielt einen Mann, der sieben Menschenleben auf dem Gewissen hat und das wiedergutmachen will, indem er für sieben andere Menschen Gutes tut. Also irgendwie das Prinzip von My Name is Earl in unlustig, bierernst und hochmoralisch.

Transporter 3: Ein Action-Franchise, das wohl solide genug läuft, um ein weiteres Sequel aufzulegen. Solange es den Beteiligten Spaß macht und dem Publikum schmeckt, hab ich da kein Problem mit. Interessieren tut’s mich allerdings nicht die Bohne.

 

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