Trailerschau für Filmstarts vom 15.1.

Im Kino sehen:
Entre les murs (Die Klasse): Der französische Lehrer François Bégaudeau hat ein Buch geschrieben, in dem er über seine Erfahrungen in einer Schule mit hohem Migrantenanteil berichtet. In der Verfilmung spielt er nun sich selbst. Die Schüler werden von „echten“ Kids ohne Schauspielerfahrung gespielt, die Kamera bleibt hauptsächlich im Klassenzimmer, wie schon der Originaltitel verrät. Viel Authentizität also, die diesen Spielfilm nah an eine Dokumentation rückt. Wird allerorten sehr gelobt und gewann 2008 die Goldene Palme in Cannes.

Auf die DVD warten:
Revolutionary Road (Zeiten des Aufruhrs): Oscar-Anwärter! Sam Mendes verfilmt den Roman von Richard Yates und bringt das Titanic-Paar Kate Winslet und Leonardo DiCaprio wieder zusammen. Entsprechend läuft der Film in vielen Multiplexen. Mal sehen, was deren Publikum sagt, wenn es keine große Lovestory sieht, sondern ein Drama, das ohne Happy End von der Hölle der amerikanischen Suburbs erzählt.

Vielleicht mal im Fernsehen:
The Boss of It All (Direktøren for det hele): Der neue Film von Lars von Trier: Eine Komödie! Ein Firmenchef, der seinen Mitarbeitern jahrelang erzählt hatte, es gebe noch einen Boss über ihm, muss diesen irgendwann präsentieren, und heuert dafür einen Schauspieler an. Der Film soll recht boshaft geraten sein — so boshaft, dass von Trier vergessen hat, komisch zu sein (meint jedenfalls Tobias Kniebe in der SZ). Ekkehard Knörer dagegen ist begeistert.

Chandni Chowk to China: „Bollywood meets Kung Fu Hustle“ prahlt der Verleih Rapid Eye Movies. Das klingt ja so schlecht nicht. Andererseits — die Ravioli mit Weißwurstfüllung, die’s neulich in der Kantine gab, klangen auch gut, schmeckten dann aber allenfalls „interessant“.

Twilight (Twilight – Biss zum Morgengrauen): Die Verfilmung des Bestsellers von Stephenie Meyer ist nicht nur in den Staaten der Teenager-Hype der Stunde. Vor allem die Mädels lieben die romantische Vampirgeschichte. Nebenbei vermittelt der Film wohl ein ziemlich prüdes Weltbild, weil es darum geht, jederzeit jeglichem Verlangen zu widerstehen. In (leider viel weniger) Kinos läuft derzeit die viel bessere Alternative: So finster die Nacht (mein Review dazu folgt in den nächsten Tagen).

Muss nicht sein:
The World Unseen (Die verborgene Welt): „Oberflächliche Dramaturgie und recht hölzerne Charaktere“ gibt’s laut film-dienst in diesem südafrikanischen Drama um Apartheid und Frauenrechte, bei dem die Autorin Shamim Sarif ihren eigenen Roman gleich selbst verfilmt hat. Läuft deutschlandweit in genau vier Kinos an.

Saw V: Folterporn, die x-te. Will das echt noch jemand sehen?

Seytanin Pabucu (Teufelswerk): Türkischer Klamauk, der Charleys Tante mit Ladykillers kreuzt.

 

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