Trailerschau für Filmstarts vom 5.2.

Im Kino sehen:
The Spirit: Frank Miller, eigentlich Comiczeichner und -autor, will jetzt zeigen, was er bei Robert Rodriguez gelernt hat, als dieser seinen Comic Sin City verfilmt hat (Miller bekam einen Credit als Co-Regisseur). Jetzt verfilmt er Will Eisners großen Comic-Klassiker aus den 40er Jahren, und zwar im gleichen visuellen Look wie Sin City.
Das soll jetzt keine Empfehlung sein, denn nach allem, was man so hört, ist das wirklich kein guter Film. Ich schau ihn mir aber an, weil ich ein grundsätzliches Interesse für Comicverfilmungen habe (déformation semiprofesionelle). Außerdem mag ich den Spirit und ich mochte Sin City. Also: Erwartungen ganz nach unten und dann schauen wir mal.

Auf die DVD warten:
Frost/Nixon: Oskarmaterial! Filmadaption eines Theaterstücks, das wiederum auf einem legendären Fernsehinterview beruht, in dem der Brite David Frost den Ex-Präsidenten Nixon gegrillt hat. Soll toll geschauspielert sein und ist sicher interessant, andererseits könnte man sich aber doch gleich das Fernsehinterview ansehen, das auch auf DVD verfügbar ist (Ausschnitte gibt’s hier.)

Doubt (Glaubensfrage): Nochmal Oskarmaterial, nochmal Adaption eines Bühnenstücks. Und nochmal famose Schauspieler (Philip! Seymour! Hoffman!), aber kein sooo rasend spannendes Thema. Es geht um den Konflikt zwischen einer konservativen Nonne und einem progressiven Pfarrer in der Bronx 1964.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Der Architekt: Ein Feelbad-Movie aus Deutschland: Tolle Schauspieler sind in einer verschneiten Berghütte und tragen jede Menge Konflikte aus. Es geht um eine scheinbar heile Familie, deren Fassade in ungewohnter Umgebung zu bröckeln beginnt. Auch kein ganz neues Thema.

Rosso come il cielo (Rot wie der Himmel): Italienischer Arthouse-Film über einen blinden Jungen, der sein besonderes Talent im Hören entdeckt. Basiert auf dem Leben eines bekannten Film-Toningenieurs.

Muss nicht sein:
Enfin veuve (Endlich Witwe): Unspritzig wirkende französische Komödie um eine Frau, deren Ehemann tödlich verunglückt. Sie ist aber, anders als alle erwarten, alles andere als unglücklich darüber.

Hotel for Dogs (Das Hundehotel): Hollywood-Mainstreamkomödie für Kids, die Hunde süß finden. Wuff.

Bride Wars (Bride Wars – Beste Feindinnen): Hochzeitskomödie, die noch schlechter sein soll als die 4.097 anderen Hochzeitskomödien, die in den letzten Jahren ins Kino kamen. Mark Kermode meinte in seiner ersten Sendung des Jahres 2009 sinngemäß: Ganz sicher eine der zehn Gurken des Jahres. Wenn es in diesem Jahr zehn schlechtere Filme gäbe als diesen, würde er seinen Job an den Nagel hängen.

Seltsam: Beide zuletzt genannten Filme benutzen das berühmte Thema aus Griegs In der Halle des Bergkönigs. Früher war wirklich alles besser.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 5.2.

  1. Re: Der Architekt – da fällt mir ein, dass ich mir schon ewig mal wieder Tykwers „Winterschläfer“ ansehen wollte…

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