Hundertvierzig

Ich habe ja lange gedacht: „Twitter, näää, damit kannst du nichts anfangen.“ In 140 Zeichen sagen, was man grade tut, bzw. selbiges von anderen lesen, klingt ja erstmal auch reichlich unspannend. Das Problem ist vielleicht, dass man das wirkliche Twitter, wie es sich für seine User darstellt, von außen nicht sehen kann. Als nicht-registrierter Gast sieht man entweder den Informations-Overload der Public Timeline oder eben einzelne Profilseiten mit den Tweets von genau einem User.

Letzte Woche hat meine Neugier schließlich gesiegt, ich wollte dann doch mal sehen, was so toll sein soll an diesem Dienst. Und ich stellte fest: Der eigentlichen Reiz von Twitter ist erst für aktive User sichtbar. Es ist der ganz individuelle Kurznachrichten-Strom, der entsteht, wenn man bestimmten Twitterern folgt und deren Updates als persönlichen Tweet-Mix zu sehen bekommt. Und es ist der Spaß an der komprimierten Form, das schnelle Raushauen von kurzen Gedanken und Belanglosigkeiten (ein Mitteilungsdrang, der vermutlich bei Leuten, die ins Internet schreiben, stärker ausgeprägt ist als bei anderen).

Seit sieben Tagen bin ich jetzt dabei, und ich muss sagen, ich bin echt überrascht, wieviel Spaß mir das macht. Gut möglich, dass das anderen nicht so geht. Aber um das mit Bestimmtheit sagen zu können, muss man’s halt erstmal selber ausprobiert haben. Die Frage, wozu das denn gut sein soll, kann man dann immer noch stellen.

Hier gibt’s jedenfalls ab sofort am rechten Rand die Rubrik „Hundertvierzig“ mit meinen letzten Tweets. Enjoy or ignore.

 

Ein Gedanke zu „Hundertvierzig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.