Trailerschau für Filmstarts vom 12.2.

Im Kino sehen:
The International: Tom Tykwer goes Hollywood* und dreht einen Action-Polit-Thriller mit Clive Owen und Naomi Watts. Der Trailer gefällt mir sehr gut, nach der Premiere auf der Berlinale gab es auch überwiegend Lob.
(* Stimmt gar nicht, auch wenn der Film ein wenig nach Hollywood aussieht. Es ist eine deutsch-britische Koproduktion, gedreht in Babelsberg.)

Auf die DVD warten:
Revanche: Kommt aus Österreich und ist Oscar-nominiert als Best Foreign Language Film. Es geht um den Gehilfen eines Zuhälters, der mit seiner Freundin mit Hilfe eines Bankraubs dem armseligen Leben im Rotlichtmilieu entfliehen will. Anspruchsvolles europäisches Autorenkino, das sich aber auch mal traut, Spannung und Suspense einzubauen.

Muss nicht sein:
Billu Barber: Bollywood! Es gibt also schöne Menschen, bunte Kleider, viel Musik, ein bisschen Regen, schicke Bilder und Shah Rukh Khan. Ja ich weiß, das sind Klischees, aber schaut euch den Trailer mal an: Is alles drin!

Effi Briest: Die fünfte (!) Verfilmung des Romans von Theodor Storm, diemal mit Julia Jentsch und einem geänderten Schluss. Wahrscheinlich haben alle Deutsch-LKs der Nation schon Karten vorbestellt.

He’s just not that into you (Er steht einfach nicht auf dich!): RomCom mit einigen bekannten weiblichen Stars. Basiert kurioserweise auf einem Beziehungsratgeber, dürfte also in eine ähnliche Richtung gehen wie das, was Leander Hausmann bei uns mit Warum Männer The Who hören und Frauen schlecht einschlafen gemacht hat.

Friday the 13th (Freitag der 13.) Startet passenderweise nicht am Donnerstag, sondern … na, erraten? Wie auch immer, irgendjemand in Hollywood hält es wohl für nötig, zu sämtlichen Horror-/Slasher-Klassikern ein Remake zu machen, und weil das bei Regisseur Marcus Nispel mit Texas Chainsaw Massacre schon mal geklappt hat, darf er auch hier wieder ran.

 

2 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 12.2.

  1. Soo… diesmal gebe ich gleich an der richtigen Stelle meinen Senf ab. Danke für’s Verschieben des Kommentars beim letzten mal, Herr Abspannsitzenbleiber.
    Hab gestern „The International“ (OV) gesehen und war begeistert. Was mir allgemein am Filmgenre Polit- / Wirtschafts- / Organisiertes Verbrechen-Thriller oft nicht gefällt: dass man aufgrund der Verstrickungen, der 100 Namen und Plätze irgendwann nicht mehr durchblickt, nicht mehr folgen kann und demzufolge innerlich abschaltet und man nur noch die Aktionberieselung aufnimmt. Da war „The International“ für mich angenehm anders; stets konnte ich folgen und habe kapiert, wann wer was warum wacht..äh..macht. Die Hauptdarsteller haben mir sehr gut gefallen und auch die Nebendarsteller waren top, allen voran natürlich Armin-Mü-Sta. Allgemein beeindruckt hat mich, was non-Hollywood-Kino im Stande ist auf die Beine zu stellen. Ich nenne da nur die Top-Drehorte.
    Meine persönlichen Highlights waren zwei Dialoge, in denen das Bankenwesen im Zusammenhang mit „dem System“ belabert wurde; wenn man sich das im Lichte von realen Geschehnissen anhört – ich verweise auf Bücher wie z.B. „Bekenntnisse eines Economic Hit Man: Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia“ – dann macht einen der Film Schaudern.

  2. Ich fand The International irre geil. Endlich mal ein Film, der deutsch ist, aber international ausschaut. Ich erinnere mich an keinen zuvor, der das geschafft hat. Ich bin völlig platt und begeistert deswegen. So müssen deutsche Filme aussehen, und nicht anders!

    (damit meine ich nicht, dass alles nach Schema F im Hollywoodlook gemacht werden soll, sondern dass man deutlich mehr Wert auf Optik, Location, Kamera und Montage legt als bisher. Und Musik, Drehbuch und Dialoge. Und Regie natürlich, und… ihr wisst, was ich meine!)

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