Trailerschau für Filmstarts vom 19.2.

Im Kino sehen:
Der Knochenmann: Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und sage: Komm süßer Tod und Silentium sind die besten deutschsprachigen Filme der letzten Jahre. Wolfgang Murnbergers Verfilmungen der (sehr lesenswerten) Brenner-Romane von Wolf Haas, jeweils mit Josef Hader in der Hauptrolle als Detektiv Brenner. Nun gibt es den dritten Streich und ich freu mich wie ein Schnitzel Backhendl darauf. Wenn die Coen-Brothers Österreicher wären, sie würden solche Filme drehen.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Nick and Norah’s Infinite Playlist (Nick und Norah – Soundtrack einer Nacht): Eine RomCom bleibt eine RomCom, auch wenn sie hier ein bisschen auf Indie und Slackertum gebürstet ist. Der Soundtrack ist allerdings sehr fein.

Milk: Gus van Sants Biopic über Harvey Milk, den ersten offen schwulen Politiker der USA, der 1977 in den Stadtrat von San Francisco gewählt und 1978 ermordet wurde. Sean Penn ist für diese Rolle Oscar-nominiert. Alternativ könnte man auch anschauen:

The Times of Harvey Milk: Doku aus dem Jahre 1984, die auch auf DVD zu haben ist, und nun nochmal in ein paar wenige Kinos kommt

pereSTROIKA – umBAU einer Wohnung: Das könnte durchaus spannend sein: Eine Doku über vier Russen, die in St. Petersburg in einer Kommunalwohnung leben. Diese soll umgebaut und verkauft werden, aber das geht erst, wenn alle vier Bewohner eine eigene Wohnung gefunden haben.

Adam resurrected (Ein Leben für ein Leben – Adam Resurrected): Ein ehemaliger KZ-Häftling, der seinem Lagerkommandanten als Hund dienen musste, lebt Jahre später in einem Sanatorium und kümmert sich dort um einen Jungen, der sich für einen Hund hält. Wird öfter beschrieben als Mischung aus Einer flog übers Kuckucksnest und Holocaust-Drama. Reizt mich persönlich nicht allzu sehr, aber Jeff Goldblum in der Hauptrolle soll sehenswert sein, und Willem Dafoe spielt auch mit. Allerdings, das sei nicht verschwiegen, auch Veronica Ferres.

Muss nicht sein:
96 Hours (Taken): Liam Neeson (Schindler’s List) geht auf seine alten Tage unter die Actionhelden und spielt einen Ex-Spezialagenten, der seine Tochter vor fiesen europäischen Entführern retten muss. Bleihaltiges Selbstjustiz-Reißer, dem man auch noch vorwerfen könnte, dass er das US-Klischee vom lebensgefährlichen Trip nach Europa (siehe u.a. Hostel) bedient. Der Film ist allerdings eine französische Produktion aus der Schmiede von Luc Besson.

Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch: Deutscher Kinderfilm mit einem recht ordentlich animierten Drachen aus dem Computer. Wie üblich wird derlei Trick-Getier von einem Comedian gesprochen, in diesem Fall Michael Mittermeier.

Yes Man (Der Ja-Sager): Mal wieder eine Jim-Carrey-Komödie. Diesmal mutiert unser Grimassenkönig von einem, der stets verneint, zu einem, der immer Ja sagt, was natürlich auch nicht viel besser ist.

 

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