Trailerschau für Filmstarts vom 5.3.

Im Kino sehen:
Gran Torino: Der neue Eastwood, diesmal wieder mit ihm selbst als Hauptdarsteller. Er spielt einen miesepetrigen, rassistischen Alten, der feststellt, dass sich in seiner Nachbarschaft mehr verändert hat, als er gerne hätte. Pflicht.

Watchmen (Watchmen – Die Wächter): Schon gesehen, schon besprochen. Ein zwiespältiger Film, der auf hohem Niveau scheitert. Sollte man aber trotz allem gesehen haben, wenn man halbwegs comicaffin und popkulturell interessiert ist.

Auf die DVD warten:
Sieben Tage Sonntag: Filme über Jugendgewalt sind ja immer so ’ne Sache, meistens wollen die nicht nur zeigen, sondern gleich noch erklären oder, schlimmer, belehren. Hier scheint Regisseur Niels Laupert darauf zu verzichten und stattdessen vieles offen zu lassen. Dass kein TV-Sender mitproduziert hat, tut dem Film wohl ganz gut.

Torpedo: Der Erstling vom Berliner Regie-Wunderkind Helene Hegemann, die mit 14 das Drehbuch geschrieben und mit 15 den Film gedreht hat. Es geht um ein Teenagermädchen, das zu seiner Tante nach Berlin zieht. Der Film dauert nur 42 Minuten und läuft deshalb im Paket mit Kurzfilmen, die interessante Titel tragen. Gibt’s in drei Kinos, allerdings alle in Berlin. Wäre ich dort, ich würde wohl einen Blick wagen.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Joy Division: Nach dem Spielfilm Control im letzten Jahr gibt’s jetzt die Biographie der Band in Form einer klassischen „Rockumentary“. Für Fans wahrscheinlich ganz toll. Ich konnte mit Joy Division aber nie was anfangen.

35 Rhums (35 Rum): Alltagsgeschichten rund um ein paar Einwanderer in Paris, für die Claire Denis allüberall viel Lob bekommt, ohne viel Handlung, dafür mit gelungenen Momentaufnahmen. Im Mittelpunkt steht eine Vater-Tochter-Geschichte.

Willi und die Wunder dieser Welt: Im Fernsehen sehr erfolgreiche BR-Produktion, ein Wissensformat für Kinder. Nach einem (mittlerweile eingestellten) Printmagazin kommt die nächste Line Extension, ein Kinofilm. Thema: Willi reist einmal um den Globus. Wurde mit deutlich mehr Aufwand erstellt als die TV-Serie und verzichtet angenehmerweise darauf, allzu verkrampft pädagogisch sein zu wollen. Hier kommt zwar auch der unvermeidliche Eisbär vor, aber wir dürfen ihm beim Kacken zusehen ….

Muss nicht sein:
On the Rumba River: Französische Doku über den kongolesischen Musiker Papa Wendo. Not my cup of tea.

Journey to the Center of the Earth (Die Reise zum Mittelpunkt der Erde): Sollte man, wenn überhaupt, in einem 3D-Kino sehen, das ist nämlich die einzige Existenzberechtigung für den Film. In anderen Ländern lief der übrigens schon im Sommer 2008.

Marley & Me (Marley & Ich): Feelgood-Familienfilm mit Owen Wilson und Jennifer Aniston. Die Hauptrolle spielt aber ein Hund. Würg, ich kann Köter nicht leiden.