Trailerschau für Filmstarts vom 12.3.

Im Kino sehen:
The Fall: Ein Mann erzählt einem kleinen Mädchen am Krankenbett eine Geschichte, ein Abenteuer mit fünf Protagonisten — ein Wilder, ein Inder, ein Sprengstoffexperte, ein Sklave und: Charles Darwin. Das klingt schonmal nach einem angenehm surrealen Vergnügen. Zusätzlich soll das dann auch noch absolut opulent und überwältigend inszeniert sein. Regisseur Tarsem Singh wusste schon vor einigen Jahren bei The Cell zumindest optisch sehr zu beeindrucken. Ich bin gespannt.

Auf die DVD warten:
The Pervert’s Guide to Cinema: Philosophie-Popstar Slavoj Zizek turnt durch die Filmgeschichte und erklärt Themen aus der Psychoanalyse am Beispiel berühmter Filme. Lief meines Wissens vor einigen Monaten schonmal bei Arte, wo ich ein Stück davon zufällig gesehen habe. Und das war wirklich fein. Spannend, erhellend, witzig und sehr unterhaltsam.

Garage: Arthousekino aus Irland: Das Porträt eines kleinen Tankstellenangestellten, den alle in seinem Kaff ganz nett finden, der aber trotzdem ein Außenseiter geblieben ist. Scheint eine kleine, melancholisch-warmherzige Komödie geworden zu sein. Manchmal sieht man sowas ja sehr gerne.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Baching: „Moderner Heimatfilm“ über einen Mittdreißiger, der nach einigen Jahren zurück in sein kleines oberbayrisches Heimatdorf kommt. Ich bin für sowas durchaus zu haben, sieht allerdings mal wieder arg nach Fernsehfilm aus.

Captain Abu Raed: Typischer Festivalfilm aus Jordanien über einen älteren Herrn, den die Kinder aus der Nachbarschaft für einen Piloten halten und an seinen Lippen hängen, wenn er Geschichten aus aller Welt erzählt. Doch eigentlich ist er nur ein Hausmeister. Der film-dienst spricht von einem „Film, der die Kraft und Reife eines Meisterwerks besitzt.“

Muzika: Eine Art Fleisch ist mein Gemüse aus der Slowakei. Ein junger Mann in der CSSR der 70er Jahre sucht die Freiheit in einer Karriere als Musiker. Sieht nicht uncharmant aus, aber die Kritiken sind eher negativ.

Muss nicht sein:
Nur ein Sommer: Schweizer Film mit Anna Loos als Berlinerin, die in der Schweiz ein neues Leben beginnt. Und von weitem schon rieche ich das Uralt-Klischee von den Naturburschen der Bergwelt, die dem weltfremden Stadtmädel beibringen, was Leben heißt.

Hinter Kaifeck: Und nochmal Oberbayern. Hier geht es um einen bis heute ungeklärten sechsfachen Mord aus dem Jahr 1922. Der Film, prominent besetzt mit Herrn Fürmann und Frau Lara, will eher Horror als Krimi sein und wirkt dabei ziemlich trashig und B-Moviemäßig.. Wir ahnen, warum: Es ist eine Pro-Sieben-Produktion.

Hilde: Biopic mit Heike Makatsch als Hildegard Knef. Wenn man Fan von einem dieser drei ist, will man sowas vielleicht sehen. Wenn nicht, kann man gut drauf verzichten.

The Pink Panther 2 (Der rosarote Panther 2): Was ist überflüssiger als ein überflüssiges Remake? Das Sequel zum überflüssigen Remake. Schade um die vielen guten Schauspieler, die da mittun.

The Unborn: Geister-Schrägstrich-Kinder-Horror vom Reißbrett. Alles schon x-mal dagewesen und in diesem Fall wohl auch noch besonders mies.

Confessions of a Shopaholic (Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin): Ich musste den Trailer nach 40 Sekunden ausmachen, ich hab’s nicht ertragen. Möglich, dass der Film die oberflächliche Konsumgier, die hier zelebriert wird, nur karikiert und damit kritisiert. Aber sicher bin ich mir nicht.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 12.3.

  1. Hallo Herr Abspannsitzenbleiber,

    hier mal ein Vorschlag für eine neue Rubrik:

    bestes/schlechtestes Making Of

    schlechtestes
    Donnie Darko der Regisseur hat einen Treffer gelandet, den er mit der peinlichen Erklärung im Making zunichte macht.

    ergreifenstes
    Herr der Ringe Making des Songs Into the West.

    Gruß
    Frank

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