Trailerschau für Filmstarts vom 2.4.

Im Kino sehen:
Monsters vs. Aliens: Animationsfilm aus dem Hause Dreamworks, gespickt mit etlichen Referenzen auf Monsterfilme der 50er Jahre. Ich erwarte spaßige, rasante Unterhaltung für Jung und Alt. Sollte man, wenn möglich, dort ansehen, wo der Film in 3D gezeigt wird. Das US-Original hat mal wieder einen beeindruckenden Voicecast (Reese Witherspoon, Hugh Laurie, Kiefer Sutherland), bei uns reicht’s nur für Kalkofe und den Bodybuilder aus Recklinghausen.

Auf die DVD warten:
Religulous (Religulous – Man wird doch wohl fragen dürfen): US-Comedian Bill Maher reist in Michael-Moore-Manier durch die Welt, um aufzuzeigen, wie lächerlich Religionen und ihre Anhänger sind. Dabei sind die Leute, über die er sich lustig macht, wohl ziemlich leichte Opfer und der Film ist nicht so aufklärerisch, wie er sich gibt. Aber schwer unterhaltsam und ziemlich komisch dürfte es eben doch sein, wenn Maher verbohrte Fundamentalisten einfach dadurch entlarvt, dass er sie reden lässt. Hans Mentz jedenfalls kann den Film mit Einschränkungen empfehlen. Ich würde allerdings stark von der deutschen Fassung abraten: Diese ist nicht etwa untertitelt oder, wie bei Dokus oft üblich, mit darübergelegtem Ton übersetzt, sondern lippensynchron, was den Film extrem geschauspielert wirken lässt. Und dass er das nicht ist, ist ja gerade der Witz dran.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Stellet Licht: Herausragende Besonderheit dieses Films: Er ist in Plautdietsch gedreht. Es geht um einen Mennoniten in Mexiko, der neben seiner Ehefrau noch eine andere Frau liebt. Zumindest das exotische Setting klingt interessant, aber der Film scheint noch mehr Qualitäten zu haben. Die Rezensenten sind voll des Lobes und in Cannes teilte sich der Film 2007 den Jurypreis mit Persepolis.

Rachel Getting Married (Rachels Hochzeit): Familiendrama von Jonathan Demme, in dem es weniger um die heiratende Rachel geht, sondern um deren Schwester, das schwarze Schaf der Familie, die die familiäre Idylle ins Wackeln bringt. Erinnert ein bisschen an Das Fest.

John Rabe: John Rabe war einer der „guten Deutschen“ der Nazizeit, rettete als Siemens-Geschäftsführer in Nanjing zahlreiche Chinesen vor den Japanern. Mal wieder einer der sogenannten Amphibienfilme, der in einer anderen Schnittfassung als Zweiteiler im Fernsehen zu sehen sein wird. Die Hauptolle hätte eigentlich Ulrich Mühe spielen sollen, der ja leider nicht mehr lebt. Jetzt macht’s der andere Ulrich, Herr Tukur. Und Steve Buscemi spielt auch mit.

Muss nicht sein:
Nuit de Chien (Diese Nacht): Filmkunst, die arg nach Theater aussieht. Das mag ganz toll sein, es ist aber garantiert nichts für mich.

Fast & Furious (Fast & Furious – Neues Modell. Originalteile.): Vierter Teil der Kfz-Pornos mit Vin Diesel. Applaus für den herrlichen deutschen TItel.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 2.4.

  1. @ Monsters vs. Aliens: Nein, lieber Abspannsitzenbleiber, musst Du nicht im Kino sehen, zu wenig Anspielungen, zu viel Kinderfilm, zu wenig Familienfilm. @Rachels Hochzeit: Musst Du rein gehen, sehr beeindruckender Film.

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