Trailerschau für Filmstarts vom 17.4.

Auf die DVD warten:
The Boat that Rocked (Radio Rock Revolution): Philip Seymour Hoffman und andere gute Schauspieler sind schonmal ein dicker Pluspunkt, außerdem gute Sixties-Musik. Allerdings scheint diese Komödie um einen Piratensender aber auch allzu gefällig und glatt geraten zu sein. Was auch nicht verwundert, denn Regie führte Richard Curtis, der Autor von RomCom-Heulern wie Bridget Jones und meinem No.-1-Hassfilm Notting Hill.

Crank 2: High Voltage: Ganz schön doof, aber auch ganz schön spaßig. Wer Crank mochte, liegt hier nicht so falsch. Bereits hier besprochen.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Il Divo (Il Divo – Der Göttliche): Film über Giulio Andreotti, eine der schillerndsten Polit-Figuren Italiens. Und zwar nicht als Doku oder Biopic, sondern als satirische Farce. Soll recht toll sein, gewann den Jurypreis in Cannes. Wäre ich Italiener, würde ich das sofort gucken. Oder mit anderen Worten: Ich will so einen Film über Helmut Kohl!

Muss nicht sein:
Secret Sunshine: Koreanisches Arthouse-Drama über die schwierige Trauerarbeit einer Mutter, deren Sohn ermordet wurde. Filmkunst für Leute, die sich nicht abschrecken lassen, wenn Kritiker schreiben, der Film sei „mit zwei Stunden und zwanzig Minuten Zumutung und Herausforderung zugleich“. Ich muss bei sowas passen.

El Sistema: Und wieder eine dieser Dokus, in der sich das Bildungsbürgertum selbst bestätigen kann, dass ein bisschen Hochkultur die armen unterpriviligierten Kinder retten kann. Gab’s schon mit Ballett und mit Simon Rattle, diesmal geht’s um ein Orchester-Projekt in Venezuela.

Last Chance Harvey (Liebe auf den zweiten Blick): Es gibt ja jetzt Kinos, die ein „Ü-50-Programm“ anbieten, mit Kaffee und Kuchen oder einem Sektchen. Und damit die was zu spielen haben, gibt es eben auch schlichte Lovestories mit älteren Liebespaaren. Immerhin mit guten Schauspielern: Emma Thompson und Dustin Hoffman.

The Forbidden Kingdom : Die Martial-Arts-Superstars Jet Li und Jackie Chan zum ersten Mal zusammen in einem Film! Fanboys mögen davon evtl. einen Ständer bekommen, der Film sieht aber nach einem rechten Schmarrn aus.

I can’t think straight: Eine Jordanierin verliebt sich in eine Inderin, die in London lebt und gerade ihre Hochzeit vorbereitet. Das könnte möglicherweise interessant sein, wenn das nicht alles in einer todschicken Uperclass-Hochglanz-Welt gedreht wäre und dadurch aussieht wie der nie gedrehte Film „Als Barbie lesbisch wurde“.

Winnetoons – Die Legende vom Schatz im Silbersee: Karl May als weichgespülter Zeichentrickfilm für Kinder. Bäh.

 

2 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 17.4.

  1. Jawoll, Herr Abspann. Die scharfe Zunge wird immer schärfer. „Fanboys mit Ständer“ und „lesbische Barbie“, das gefällt.
    Ich muss gestehen, dass ich mich jedes mal auf möglichst viele „Muss nicht sein“-Filmeinschätzungen freue.

  2. Also „Radio Rock Revolution“ kann man sich auch bedenkenlos im Kino ansehen. Es ist eine – wie du schon schreibst – recht glatte Komödie. Aber auch ein Film voller guter Laune, genialer Musik und tollen Schauspielern. Ich habe den Kinoeintritt jedenfalls nicht bereut.

    Zu „Crank 2“ hätte ich noch ein paar schärfere Worte gefunden. ;-)

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