Trailerschau für Filmstarts vom 23.4.

Im Kino sehen:
Le premier jour du reste de ta vie (C’est la vie – So sind wir, so ist das Leben): Sympathischer französischer Familienfilm, der sich fünf einzelne Tage innerhalb von zwölf Jahren herauspickt, um seine Geschichte zu erzählen. Eine Freundin hat den gestern gesehen und zeigte sich sehr begeistert, nicht zuletzt wegen der guten Musik. Könnte sich lohnen, glaub ich.

Mesrine : L’instinct de Mort (Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt): Tja, „Staatsfeind Nr. 1“ war schon besetzt, da musste dann ein anderer „deutscher“ Titel her, weil den Namen Mesrine ja keine Sau kennt (denkt zumindest der Verleih). In Frankreich ist das anders, da ist Jacques Mesrine als Meistergauner und Ausbrecherkönig eine Berühmtheit, die fast zwei Jahrzehnte lang immer wieder die Staatsgewalt narrte, bis sie 1979 von der Polizei getötet wurde. Vincent Cassel spielt Mesrine in diesem Zweiteiler, der in Frankreich ein großer Erfolg war. Teil zwei startet in vier Wochen. Die deutschen Kritiker vergleichen den Film fast alle mit dem Baader Meinhof Komplex, bei den meisten kommt Mesrine etwas besser weg. Ich mag das Genre Gangsterfilm ganz gerne, bin mir nur nicht sicher, ob ich das jetzt im Kino sehen will oder lieber beide Filme am Stück auf DVD schauen soll.

Auf die DVD warten:
Kopf oder Zahl: Hier will mal wieder jemand der deutsche Tarantino werden: Benjamin Eicher und Timo Joh. Mayer mischten bereits bei der berühmt-berüchtigten schwäbischen Trash-Serie Dei Mudder sei Gesicht mit und haben hier immerhin eine recht prominente Besetzung zusammenbekommen. Allzu originell wird’s wohl nicht werden, aber unterhaltsam dürfte der Film durchaus sein.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Dorfpunks: Rocko Schamoni ist einer von den Guten und sein autobiografischer Roman über seine Jugend als Punk vom Land hat mir auch gefallen. Die Verfilmung sieht aber viel zu sehr nach bravem Fernsehpiel aus und viel zu wenig nach Punk. Detlef Kuhlbrodt äußert sich in der taz recht positiv, kommt aber auch nur zum Fazit „Also im Prinzip ganz okay“.

Cadillac Records: Beschwört die gute alte Zeit der Musikindustrie und erzählt die Geschichte von Leonard Chess (Adrien Brody) und seinem Label Chess Records, bei dem viele berühmte Blues-Musiker unter Vertrag standen. Lohnt sich, wenn überhaupt, vielleicht wegen der Musik.

Muss nicht sein:
Defiance (Unbeugsam – Defiance): Daniel Craig spielt den Anführer einer jüdischen Partisanengruppe, die während des Zweiten Weltkriegs in Polen gegen die deutschen Besatzer kämpften. Christian Buß schreibt bei SpOn: „So wenig Trauer, so viel Testosteron war selten in einem Holocaust-Film. […] Das hat die Welt noch nicht gesehen: die Shoah als Shootout.“

I Love You, Man (Trauzeuge gesucht!): Die wievielte Scheiß-Hochzeitskomödie ist das jetzt? Herrgott, wer guckt diesen Käse? Moment, fairerweise muss man sagen, dass es hier weniger um eine Hochzeit geht als um Männerfreundschaften. Was den Film aber nicht besser macht.

The Secret Life of Bees (Die Bienenhüterin): Romanverfilmung mit Queen Latifah über ein weißes Waisenmädchen, das in den 60er Jahren in South Carolina von einer schwarzen Bienzüchterfamilie aufgenommen wird. Sieht nach einem kitschverdächtigen sentimentalen Rührstück aus.

Ein Traum in Erdbeerfolie – Comrade Couture: Ostalgie mal anders — Doku über Mode als subversives Element in der DDR. Nicht unbedingt mein Thema.

Morgen, Ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film: Ich kenne die Figur des „Ausbilder Schmidt“ nicht und ich bin froh darüber. Bundeswehr-Humor als Comedyformat im Kommerzradio, das jetzt auch ins Kino schwappt. Wer das noch nicht gruselig genug findet, möge einen Blick auf die Besetzungsliste werfen. Bitte ausmustern.

 

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