Trailerschau für Filmstarts vom 30.4.

Im Kino sehen:
Duplicity (Duplicity — Gemeinsame Geheimsache): Julia Roberts und Clive Owen als (Ex-) Geheimagenten, die sich ständig gegenseitig austricksen — genau wie der Film seine Zuschauer. Ein Spionagefilm mit Humor, für sowas bin ich immer zu haben — erst recht, wenn auch noch Paul Giamatti und Tom Wilkinson als Chef-Arschlöcher mit dabei sind.

Wasser und Seife: Sehr sympathisch wirkende Doku über ein paar mittelalte Damen, die in einer Hamburger Wäscherei arbeiten und sich nicht unterkriegen lassen. Macht vermutlich mehr Spaß als die demnächst startende, thematisch verwandte Wunderbare Welt der Waschkraft. Dazu Musik von Nils Koppruch (Fink), der an einzelnen Abenden auch live im Kino musiziert. In München am kommenden Sonntag, vielleicht geh ich da ja hin.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Echte Wiener – Die Sackbauer-Saga: Nachklapp zu einer in Österreich populären TV-Serie aus den Siebziger Jahren, von der ich noch nie gehört habe, die damals aber ein Riesenhit bei Nachbars war. Hat Schmäh, hat Charme. Könnte mir gefallen.

Die Helden aus der Nachbarschaft: Episodenfilm aus Berlin, der laut Berliner Zeitung „auch Die Lindenstraße vom Prenzlberg heißen könnte“. Auch andere Rezensenten sind eher enttäuscht, aber direkt unsympathisch sieht das nicht aus. Klassischer Fall für „vielleicht mal im Fernsehen“. Vielleicht.

X-Men Origins: Wolverine: Bereits gesehen und besprochen. Der Start in die Sommer-Blockbustersaison ist leider ziemlich misslungen.

Pranzo di Ferragosto (Das Festmahl im August): Ein älterer Herr kocht groß auf für ein paar ältere Damen. Gediegenes europäisches Wohlfühl-Arthouse-Kino, das wir alle unseren Eltern empfehlen können, wenn sie nach einem Filmtipp fragen.

Muss nicht sein:
Ghosted: Die deutsch-taiwanische Koproduktion erzählt eine Liebesgeschichte zwischen einer deutschen Künstlerin und einer Chinesin mit anschließendem Todesfall und dessen Bewältigung in Taipeh. Klingt anstrengend.

Ob ihr wollt oder nicht: Wenn ich auf den Pausenknopf des Trailers klicke, öffnet sich (ob ich will oder nicht) brigitte.de in einem neuen Tab. Womit auch die Zielgruppe des Films klar definiert wäre. Und genau so sieht der Trailer dann auch aus.

Die Frau des Anarchisten: Melodram im spanischen Bürgerkrieg, das genauso aussieht, wie all die anderen aufwendigen Mainstream-Kriegsdramen auch. Hach, würde es doch nur mehr Guillermo del Toros geben.

Phantomschmerz: Til Schweiger hat einen Wischmop auf dem Kopf und spielt einen begeisterten Radfahrer, dem nach einem Unfall ein Bein abgenommen werden muss, was natürlich zu einer großen Lebenskrise inklusive Läuterung undsoweiter undsofort …

Beverly Hills Chihuahua: Disneys neueste Attacke auf den Geschmack der Kinder dieser Welt: Chihuahuas sind in Wirklichkeit gar keine vergrößerten Ratten an Hundeleinen, sondern singende und tanzende Nachfahren aztekischer Helden. Komplett betrunken könnte so ein Film vielleicht sogar Spaß machen … Sehr schön sind die bei YouTube eingestellten Videos, die die Reaktion von Leuten zeigen, die grade den Trailer sehen.

 

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