Trailerschau für Filmstarts vom 11.6.

Im Kino sehen:
Drag me to Hell: Sam Raimi kehrt nach den drei Spider-Man-Filmen und ihrem Monsterbudget dahin zurück, wo er herkommt: zum „kleinen“, schmutzigen Horrorfilm. Sieht nach einem ordentlichen, altmodischen Schocker aus. Glaubt man ShortFilmReview, ist es sogar der beste Horrorfilm seit Jahren. Und auch die Tomate glänzt in sattem Rot bei 93%.

Auf die DVD warten:
Che – El Argentino (Che – Revolución): Steven Soderberghs Biopic über Che Guevara ist so lang geworden, dass man es auf zwei Filme aufgeteilt hat (Teil 2 folgt in wenigen Wochen). Grundsätzlich reizt mich das schon, nicht zuletzt wegen Benicio del Toro in der Hauptrolle. Fragt sich nur, ob man da wirklich insgesamt knapp 4,5 Stunden investieren soll.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Spielverderber: Fußball-Doku aus Sicht der Person, die entweder übersehen oder zum Sündenbock gemacht wird: des Schiedsrichters. Als Beispiele nimmt der Film einen 14jährigen Nachwuchs-Schiri, einen Senior, der noch in der Kreisklasse pfeift, und den Profi Herbert Fandel. In München vorerst leider nicht zu sehen.

Kleine Verbrechen: Kleiner Dorfpolizist träumt von der Versetzung in die große Stadt. Kein ganz neues Thema, diesmal eben auf Griechisch. Wahrscheinlich steht am Ende die banale Lehre, dass es im kleinen Provinzidyll halt doch am schönsten ist. Könnte aber trotzdem ein angenehmer Feelgood-Sommer-Film für die Generation 50+ sein.

Muss nicht sein:
Der entsorgte Vater: Hmm, eine Doku in der Männer darüber jammern dürfen, dass ihre geschiedenen Frauen ihnen ihre Kinder vorenthalten. Die sich aber nicht entblöden, vor der Kamera Sätze zu sagen wie: „Wir hatten doch alles: Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner. Was will die Frau eigentlich allgemein noch?“

Obsessed: Beziehungsdrama um einen Seitensprung, der vom harmlosen Büroflirt zum großen Kampf um Leben und Tod wird. Regisseur Steve Shill scheint dabei mächtig dick aufzutragen. Beyoncé Knowles gibt die gehörnte Gattin, die blonde Klischee-Verführerin spielt Ali Larter, die ich in Heroes relativ unerträglich fand.

Dragonball Evolution: Realverfilmung der erfolgreichen Mangaserie aus Japan. Großer, bunter, hohler Quatsch.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 11.6.

  1. Zuerst fand ich bei „Public Enemy“ (mit Vincent Cassel) die Idee, dass der Film in zwei Teilen veröffentlicht wurde, auch blöd. Aber nachdem ich die zwei Teile nun quasi unabhängig voneinander gesehen habe und es schätzen konnte, etwas Zeit zur Verarbeitung dazwischen zu haben, ist „Che“ für mich auf jeden Fall Pflichtprogramm im Kino.

Kommentare sind geschlossen.