Trailerschau für Filmstarts vom 18.6.

Im Kino sehen:
Contact High: Die Quasi-Fortsetzung der Ösi-Komödie Nacktschnecken. Was mich wieder dran erinnert, dass ich eben diesen Nacktschnecken schon seit Ewigkeiten mal anschauen wollte, der läuft nämlich seit Jahren regelmäßig in den Museums-Lichtspielen. Regisseur Michael Glawogger, ein sehr vielseitiger, macht nun nach Dokus und ernsthaften Dramen eine klamaukige Kifferkomödie. Als austrophilen, vom ORF-Kinderfernsehen geprägten Südländer macht mich das durchaus an.

Auf die DVD warten:
State of Play (State of Play – Stand der Dinge): Russell Crowe, Ben Affleck und Helen Mirren in einem Thriller, der das Remake einer britischen TV-Miniserie ist, die mal bei Arte lief. Das Thema (Journalist und Bloggerin untersuchen Mordfall im Polit-Milieu) ist auf jeden Fall nicht uninteressant, jetzt kann man streiten, welche Version die bessere ist. Flo Lieb meint, der Hollywood-Film taugt mehr, Mark Kermode sieht das anders, findet den Film aber auch gut.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Alle Anderen: Preisgekröntes und allseits gelobtes deutsches Beziehungsdrama, das mal wieder die Konstellation „gemeinsamer Urlaub zweier Pärchen“ durchspielt, diesmal aber besonders gelungen sein soll, nicht zuletzt wegen Birgit Minichmayr in einer der Hauptrollen. Von Regisseurin Maren Ade kenne ich ihr Debüt Der Wald vor lauter Bäumen, der sehr stark, aber auch wahnsinnig unangenehm war. Vermutlich einer dieser Filme, für die man „in der richtigen Stimmung“ sein muss.

Muss nicht sein:
Rohtenburg: Der Film zum Fall: Thomas Kretschmann als „Kannibale von Rotenburg“. Muss ich mir nicht ansehen, weil ich nicht so viel davon halte, schlimme reale Ereignisse für Genrefilme auszuweiden. Finde aber gut, dass der Film jetzt nach drei Jahren Aufführungsverbot doch noch gezeigt werden kann. Weil Zensur eben immer scheiße ist und man das gerade heute erst recht betonen muss.

Die Stimme des Adlers: Deutsch-schwedische Koproduktion, gedreht in der Mongolei. Es geht um einen mongolischen Jungen und dessen besten Freund, einen Adler. Fällt wohl in die Kategorie „pädagogisch wertvoller Kinderfilm“. Kann ich gut drauf verzichten.

Global City Beats: Wird bei Yahoo als „‚User Generated Content‘-Filmprojekt“ bezeichnet, initiiert von den „renommierten Musikproduzenten Voelker Brothers“ (nie von gehört). Das Ergebnis ist eine Compilation von 15 kleinen Amateurfilmen, bei der ich keine Ahnung habe, was das soll oder will und warum man für sowas ins Kino gehen sollte. Schließlich ist das genau der Kram, für den YouTube erfunden wurde.

Observe and Report (Shopping-Center King – Hier gilt mein Gesetz): Wird das jetzt ein eigenes Genre? Neulich hatten wir Kevin James als übergewichtigen Einkaufcenter-Polizist, jetzt ist es Seth Rogen. Angeblich soll das eine Komödie sein, ich habe im Trailer allerdings nicht einen Lacher gefunden.

Miss March: Teenie-Sexkomödie mit offiziellem Playboylogo und Gastauftritt von Hugh Hefner. Kommt auf dem Tomatometer auf sagenhafte 4%.

 

3 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 18.6.

  1. Hmm – mal überlegen – Russell Crowe gegen John Simm – ich glaube, da kann Herr Crowe bei „State of Play“ nur verlieren. :-)
    Ad Astra

  2. Die Serie „State of Play“ gibt’s gerade für lumpige 4 Pfund bei Amazon.co.uk.
    Da kann man eigentlich nix verkehrt machen…

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