Trailerschau für Filmstarts vom 15.10.

Im Kino sehen:
Das weiße Band: „Eine deutsche Kindergeschichte“ heißt es in Sütterlin auf dem Filmplakat. Aber ganz gewiss kein Kinderfilm. Ob man Michael Haneke nun liebt oder hasst (ich selber hab noch gar nix von ihm gesehen), sein neuer Film, Sieger in Cannes, dürfte in jedem Fall sehenswert sein. Er spielt vor dem Ersten Weltkrieg in einem kleinen deutschen Dorf und erzählt — stark vereinfacht gesagt — davon, wie die Kinder erzogen wurden, die später Nazis wurden.

Bakjwi (Durst / Thirst): Ebenfalls in Cannes ausgezeichnet. Park Chan-Wook (Oldboy) mit seiner Variante eines Vampirfilms, lose basierend auf einer Geschichte von Emile Zola. Pflicht für anspruchsvolle Horror- und/oder Asien-Fans.

Away We Go (Away We Go – Auf nach Irgendwo): Nach Revolutionary Road brauchte Sam Mendes wieder etwas Fröhlicheres und erzählt von einem Paar, das ein Kind erwartet, aber trotzdem nicht sicher weiß, wie sein künftiges Leben aussehen soll. Also macht es sich auf einen ausgedehnten Roadtrip. Am Drehbuch hat Dave Eggers mitgeschrieben — auch einer von den Guten.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Klass: Estnischer Film über Gewalt an der Schule und darüber, wie Schüler solange in eine Opferrolle geraten können, bis sie zum Täter werden.

G-Force (G-Force – Agenten mit Biss): Yeeeah, ein Kinderfilm von Jerry Bruckheimer! Also jede Menge Actionactionaction und reichlich Einsatz von 3D-Effekten, nur mit Meerschweinchen als Hauptdarsteller. Über 90 Minuten wahrscheinlich nur schwer zu ertragen, aber in Trailerform durchaus irgendwie witzig.

Muss nicht sein:
Ein Teil von mir: Deutsches Jugenddrama um schwangere Teenager und Beziehungsnöte. Versucht sehr realistisch zu sein. Vielleicht klappt das auch, aber warum lässt man dann schon wieder die 16- und 17-jährigen Figuren von 20-jährigen spielen?

Sonic Mirror: Für Fans der sogenannten „Weltmusik“: Ein Musikfilm von Mika Kaurismäki (Akis Bruder) über und mit dem Jazz-Percussionisten Billy Cobham.

My Life in Ruins (My Big Fat Greek Summer): Zunächst mal: Eine dicke Watschn für den deutschen Verleihtitel. Und noch eine. Und dann noch eine. So. Da der Film zufällig die gleiche Hauptdarstellerin hat wie der Erfolg My Big Fat Greek Wedding, muss er bei uns so heißen, wie er heißt. Es geht um eine Frau, die in Griechenland als Fremdenführerin für amerikanische Touristen arbeitet. Und verlieben darf sie sich auch. Eine Urlaubs-RomCom also, für ein Publikum, dass für Teenie-Romanzen schon zu alt ist.

Hangtime – Kein leichtes Spiel: Penetrant auf hip getrimmter deutscher Basketballfilm, der wahnsinnig gern so richtig cool sein möchte. Was aber nicht mal im Trailer gelingt.

 

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