Trailerschau für Filmstarts vom 12.11.

Im Kino sehen:
Capitalism: A Love Story (Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte): Michael Moore schlägt wieder zu, und natürlich ist das wieder unseriös und polemisch und selbstverliebt. Aber wahrscheinlich ziemlich unterhaltsam. Und hey, leidenschaftliche Kapitalismuskritik gibt’s viel zu selten, da lasse ich mich gerne drauf ein.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Résiste – Aufstand der Praktikanten: Die mies oder gar nicht bezahlten Langzeitpraktikanten Deutschlands haben die Schnauze voll und treten in Generalstreik. Klingt nach einer passablen Satire-Idee, scheint aber nicht besonders geglückt zu sein. Der film-dienst moniert den „ständigen Tonlagenwechsel zwischen Farce, Trash und politischer Satire (…), wodurch der Aufstandsgestus in Harmlosigkeit verpufft.“

Ganz nah bei Dir: Unwahrscheinliche Liebesgeschichte zwischen blinder Musikerin und lebensunfähigem Kauz. In Skandinavien kriegen sie derlei Geschichten immer sehr schön hin, nun versucht es Almut Getto mal in Deutschland. Die Kritiken fallen überwiegend gut aus, nicht jedoch beim Perlentaucher: „Das ist nicht tragisch, das ist nicht komisch, das ist einfach nur noch peinlich“, meint Ekkehard Knörer, lobt aber Kamera und Schauspieler.

Muss nicht sein:
2012: The disaster movie do end all disaster movies. Roland „Spielbergle“ Emmerich macht wieder mal alles kaputt. Und diesmal lässt er’s richtig krachen: Das weiße Haus, die Jesusstatue in Rio, der Petersdom. Nur nicht die Kaaba, an die traute er sich dann doch nicht ran. Klar, das sieht alles ganz beeindruckend aus, aber Emmerich hat mich mit seinen hübschen Trailern schon viel zu oft ins Kino gelockt, wo es dann doch nur einen Scheißfilm zu sehen gab.

Hachiko: A Dog’s Story (Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft): Seichtes Rührstück mit Richard Gere und einem niedlichen, wahnsinnig treuen Hund. Basiert auf einer wahren Geschichte von einem Tokioter Hund, der sein Herrchen immer pünktlich vom Bahnhof abholte, auch als dieser schon längst gestorben war. Was vielleicht für die Treue der Töle spricht, aber nicht unbedingt für deren Intelligenz.

Mitgefühl, Weisheit und Humor: Erbauungsfilmchen für Buddhisten und solche, die es werden wollen. Erstaunlich, wie viele Filme dieser Art es mittlerweile ins Kino geschafft haben.

Love Happens: Schmonzette mit Jennifer Aniston und Aaron Eckhart. Blumentrulla trifft ekligen Motivationscoach für Hinterbliebene. Bisschen RomCom, bisschen Drama, bisschen belanglos.

The Man from London: Es gibt Trailer, die wollen mit Absicht ihr Publikum vergraulen. Ganz laut „Arthouse“ schreien, aber am liebsten nichts, aber auch gar nichts vom Filminhalt preisgeben. Schönen Dank auch.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 12.11.

  1. Das hat der Man aus London nicht verdient, ihm allein wegen des doofen deutschen Trailers keine Chance zu geben. Ob’s nun ein lohnenswerter Film ist oder nicht. Guck mal hier.

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