Trailerschau für Filmstarts vom 10.12.

Im Kino sehen:
Zombieland: Mehr Comedy als Horror: Lustiges Zombie-Töten mit Woody Harrelson und seinen Freunden. Die Klasse von Shaun of the Dead wird hier wohl nicht erreicht, aber für einen richtig zünftigen Filmspaß dürfte es allemal reichen. Höhepunkt scheint ein prominenter Cameo-Auftritt zu sein, und leider wird an jeder Ecke des Webs verraten, um wen es sich dabei handelt. Wer es also noch nicht weiß und den Film noch sehen will, sollte bis dahin lieber keine Rezensionen lesen.

Auf die DVD warten:
12 Meter ohne Kopf: Deutscher Piratenfilm mit Störtebeker und Co., wobei das historische Setting mit Rockmusik und modernen Dialogen („Fickt die Hanse!“) aufgepeppt wird, was ein bisschen an Ritter aus Leidenschaft mit Heath Ledger erinnert. Und den fand ich ja ziemlich doof. Das hier sieht aber durchaus nach einer recht spaßigen Angelegenheit aus. Historisch, ohne kostümschinking zu werden und humorvoll, ohne klamottig zu sein.

Adam: Indie-Lovestory um einen jungen Mann mit Asperger-Syndrom. Die gelungene, unkitschige Romanze habe ich im Sommer auf dem Filmfest München gesehen und besprochen.

The Princess and the Frog (Küss den Frosch): Disney kehrt zurück zur guten alten, handgezeichneten 2D-Animation. Altmodisch, nostalgisch, aber auch neu und modern: Erstmals ist eine Afroamerikanerin die Heldin. Sieht durchaus sympathisch aus, aber auf einen Disneyfilm vom Kaliber eines The Emperor’s New Groove (Ein Königreich für ein Lama) müssen wir wohl noch länger warten.

Vielleicht mal im Fernsehen:
The Soloist (Der Solist): Und damit herzlich willkommen in der Oscar-Saison, wo Schauspieler wieder besonders gerne schicksalsgebeutelte Individuen spielen, die eigentlich ganz große Genies sind, nur leider lebensunfähig. Und die dann den „normalen“ Leuten zeigen, wie glücklich man mit einem Handicap leben kann und wie wichtig Freundschaft ist. In diesem Fall ist mit Jamie Foxx als schizophrenem Cello-Wunderkind, das auf der Straße musiziert, und Robert Downey Jr. als Journalist.

Muss nicht sein:
Liebeslied: Deutsches Drama mit Musikeinlagen — in der Hauptrolle Jan Plewka, Frontmann von Selig. Er spielt einen Familienvater, der an Parkinson erkrankt. Schlimme Krankheit und Gesang, so richtig scheint das nicht zusammengefunden zu haben: Die Rezensenten sind nicht begeistert.

Unter Strom: Was ist das denn? Eine deutsche Komödie, mal ohne die üblichen TV-Witzbolde, sondern mit einem Ensemble durchaus angesehener Schauspieler. Sieht alles sehr überdreht aus und ist wohl leider auch nicht witzig: „Wie aufgescheuchte Hühner rennen und flattern die Darsteller durch die Gegend, sprechen dabei Dialoge, deren Mangel an Witz und Originalität durch Schnelligkeit nicht zu übertünchen ist, zitieren in aufgesetzter Medienreflexivität Hollywoodfilme und gewinnen nicht die leiseste Spur Eigenleben“, schreibt Ekkehard Knörer beim Perlentaucher.

Appelsinpiken (Das Orangenmädchen): Verfilmung einer romantischen Geschichte von Jostein Gaarder. Sieht nicht so schlimm kitschig aus wie befürchtet, riecht aber immer noch ganz schwer nach Gefühlswellness auf Zelluloid.

Ninja Assassin: Egales Martial-Arts-Actionfeuerwerk für die testosteronüberschüssige Jugend, gedreht von James McTeigue (V for Vendetta). Die Hauptrolle spielt ein Mensch namens Rain.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 10.12.

  1. @Zombieland – eine Zombieklamotte, mehr zum Grinsen als zum Lautlachen, aber mit liebevollen Details und einem meiner Langzeithelden im Cameo-Auftritt – sehr nach meinem Geschmack!

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